Elf Gemeinden gründen Musik- und Kunstschule Thermenland

Mathias FischerMathias Fischer
Gruppe von 18 Personen steht vor einem Gebäude in Österreich
© Gemeinde Schwarzau am Steinfeld

In Pitten wurde am 6. Juli der neue Gemeindeverband der Musik- und Kunstschule Thermenland gegründet. Drei bisherige Musikschulen schließen sich zusammen und schaffen damit ein Bildungsnetzwerk für elf Gemeinden mit rund 1.200 Schülerinnen und Schülern.

Am Montag fand in Pitten die konstituierende Sitzung des neuen Gemeindeverbandes statt. Aus der Fusion der Franz Schubert Regional-Musikschule, der Gemeindemusikschule Katzelsdorf/Lanzenkirchen und der von Paradis Musikschule entsteht die Musik- und Kunstschule Thermenland – Pitten-Schwarza-Leitha.

Die Gemeindevertreter wählten Hofrat Ing. Ewald Grof zum Verbandsobmann. Vizebürgermeister Mag. Stephan Ernst wurde zum Obmann-Stellvertreter bestimmt.

Neues Musikschulgesetz erfordert Zusammenschluss

Hintergrund der Fusion ist das neue niederösterreichische Musikschulgesetz. Dieses schreibt für den Erhalt von Landesförderungen eine Mindestgröße von 300 geförderten Wochenstunden vor. Der neue Verband kommt auf knapp über 600 geförderte Stunden.

Die Finanzierung basiert auf dem Drittelmodell: Land Niederösterreich, Gemeinden und Elternbeiträge tragen jeweils ein Drittel der Kosten. Alle bisherigen Unterrichtsstandorte in den Verbandsgemeinden bleiben bestehen, die Dienstverträge der Lehrenden bleiben aufrecht.

Deutlich erweitertes Fächerangebot

Durch den Zusammenschluss erweitert sich das Unterrichtsangebot erheblich. Künftig können nahezu alle Instrumentalfächer angeboten werden – von Kontrabass und Oboe über Hackbrett bis zur Steirischen Harmonika. Als besonderes Highlight wird das Fach Musical fix im Lehrplan verankert.

Direktor Andreas Schöberl, Leiter der Musikschule, betonte die neuen Möglichkeiten in der Ensemblearbeit sowie für Chöre, Bands und Orchester. Die neue Größe des Verbandes schaffe völlig neue kreative Spielräume für rund 20.000 Einwohnerinnen und Einwohner der Region.

Elf Gemeinden, 50 Lehrende, ein Netzwerk

Dem Verband gehören folgende Gemeinden an: Bad Erlach, Breitenau, Bromberg, Katzelsdorf an der Leitha, Lanzenkirchen, Pitten, Scheiblingkirchen-Thernberg, Schwarzau am Steinfeld, Seebenstein, Walpersbach und Warth.

Rund 50 Pädagoginnen und Pädagogen unterrichten etwa 1.200 Schülerinnen und Schüler am Hauptsitz in Pitten sowie an zehn weiteren Außenstellen.

Bürgermeisterin Waltraud Ungersböck, bisherige Obfrau der von Paradis Musikschule, sprach von einem wichtigen Schritt zur Absicherung des Musikschulangebots. Der Zusammenschluss bedeute weiterhin hohe Unterrichtsqualität und leistbares Angebot vor Ort.

Quelle: https://www.schwarzau-steinfeld.gv.at/Musikschule_im_Aufwind_Von_der_lokalen_Schule_zum_regionalen_Bildungszentrum

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