Energie Graz plant Wasserstoff-Elektrolyse im HI2 Valley

Mona HopfingerMona Hopfinger
© Voestalpine

Die Energie Graz beteiligt sich am europäischen Förderprojekt HI2 Valley. Geplant ist eine 3-Megawatt-Elektrolyseanlage als Erweiterung des Energiewerks Graz. Damit soll künftig neben Strom und Wärme auch Wasserstoff angeboten werden.

Energie Graz ist Teil des HI2 Valley, einer europäischen Initiative zum Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft auf Basis erneuerbarer Energien. Im Rahmen des strategischen Leitprojekts „Energiewerk Graz“ will das Unternehmen eine 3-Megawatt-Elektrolyseanlage errichten. Wasserstoff soll dort künftig durch Elektrolyse aus Strom gewonnen werden.

„Wir wollen künftig neben Strom und Wärme optional auch Wasserstoff aus dem Energiewerk anbieten und damit unser Energieportfolio erweitern“, erklärt DI Markus Koroschetz, der Energie Graz im HI2 Valley vertritt. Derzeit gebe es noch freie Abnahmekapazitäten. Unternehmen mit Bedarf an klimafreundlichem Wasserstoff seien eingeladen, sich zu melden.

HI2 Valley: 18 Projekte in drei Bundesländern

Das HI2 Valley zielt darauf ab, eine Wasserstoffwirtschaft in Österreich voranzutreiben. Im Fokus stehen Industriegebiete in Oberösterreich, der Steiermark und Kärnten. Insgesamt werden 18 Projekte umgesetzt, an denen rund 50 österreichische und internationale Partner beteiligt sind.

Das auf sechs Jahre angelegte Projekt verfügt über ein Gesamtbudget von mehr als 500 Millionen Euro, davon stammen 20 Millionen Euro aus EU-Mitteln. Angestrebt wird der Aufbau einer jährlichen Produktion von mehr als 10.000 Tonnen erneuerbarem Wasserstoff.

Einsatz in Industrie und Mobilität

Der erzeugte Wasserstoff soll in verschiedenen Bereichen eingesetzt werden – etwa in der Mobilität für Busse und Transporter. Ein Schwerpunkt liegt auf energie- und emissionsintensiven Industriezweigen wie Stahl, Chemie und Zement.

Bis 2030 wird eine Reduktion von insgesamt 201.282 Tonnen CO₂-Äquivalenten angestrebt.

Europäische Vernetzung und Ausbildung

Das HI2 Valley beschränkt sich nicht auf Österreich. Die Initiative soll die Zusammenarbeit im europäischen Wasserstoffsektor stärken und die Vernetzung zwischen Süd-, Ost- und Zentraleuropa unterstützen. Aktivitäten sind auch in Rumänien, Polen, Ungarn, der Tschechischen Republik und Lettland geplant.

Neben technischen Projekten sind Maßnahmen für Ausbildung und Kompetenzentwicklung vorgesehen, darunter Sommerschulen, Lehrangebote für Studierende, Webinare und spezialisierte Schulungen.

Quelle: https://www.energie-graz.at/egg/blog/beitrag/energie-graz-ist-teil-des-hi2-valley-gemeinsam-fur-die-wasserstoffwirtschaft-von-morgen

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