Energie Steiermark eröffnet Ladehub in St. Michael

Die Energie Steiermark hat am Dienstag ihren größten Ladehub am Autobahnknoten St. Michael in Betrieb genommen. Zehn Hypercharger-Ladepunkte mit bis zu 400 kW Leistung stehen dort zur Verfügung. Das Unternehmen investierte 4,3 Millionen Euro in das Projekt.
Am zentralen Verkehrsknotenpunkt der Obersteiermark sind ab sofort zehn leistungsstarke Hypercharger-Ladepunkte verfügbar. Die Energie Steiermark hat ihren ersten großen Ladehub am Autobahnknoten St. Michael offiziell eröffnet. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf 4,3 Millionen Euro.
Neben der hohen Ladeleistung bietet der Standort zusätzlichen Komfort: Eine moderne Lounge mit Imbiss-Automaten, Verweilmöglichkeiten im Freien, einen Erlebnispfad für Kinder und Erwachsene sowie zeitgemäße Sanitäranlagen. Eine Überdachung ermöglicht das Laden bei jeder Witterung.
„Mit dem Ladehub in St. Michael in der Obersteiermark setzen wir einen wichtigen Meilenstein im Ausbau unserer Ladeinfrastruktur“, betonen die Vorstände Martin Graf und Werner Ressi. Die Elektromobilität entwickle sich dynamisch weiter, weshalb ein leistungsfähiges und kundenfreundliches Ladenetz notwendig sei.
Elektromobilität mit hohen Zuwachsraten
Ende Juli 2026 fuhren in Österreich schon 304.328 reine Elektro-Pkw. Allein im Juli kamen 7.073 neue E-Pkw dazu. Ihr Anteil an allen neu zugelassenen Pkw lag bei 27,39 Prozent. Das ist so hoch wie noch nie.
Die Energie Steiermark hat derzeit rund 1.450 öffentliche Ladepunkte. 216 davon sind Schnellladestationen, und 176 sind High-Power-Charging-Ladepunkte mit mindestens 100 kW Ladeleistung. Bis Ende 2027 soll das Netz auf mehr als 2.000 öffentliche Ladepunkte wachsen. Bis 2030 will das Unternehmen mehr als 40 Millionen Euro in den weiteren Ausbau stecken.
Im vergangenen Jahr zählte die Energie Steiermark rund 265.000 Ladevorgänge an ihren Ladestationen. Dabei wurden insgesamt etwa 6,93 Millionen Kilowattstunden geladen.
Photovoltaik und Speicher am Standort
Der neue Standort wurde zukunftsorientiert konzipiert: Eine Photovoltaikanlage auf den Dachflächen sowie ein Speichersystem tragen zur Versorgung des Ladehubs bei. Ein wesentlicher Teil der Gesamtinvestition floss in die Verstärkung der Netzinfrastruktur, um die hohen Ladeleistungen langfristig bereitstellen zu können.
Der Ladehub dient als Pilotprojekt für weitere Standorte in der Steiermark. Weitere Ladehubs sollen in den kommenden Jahren entstehen, zudem werden bestehende Standorte modernisiert und ausgebaut. Der Standort selbst ist bereits für eine Erweiterung um bis zu zehn zusätzliche Ladepunkte vorbereitet, darunter auch Ladeinfrastruktur für E-LKWs.
Die Bürgermeisterin von St. Michael in Obersteiermark, Nicole Sunitsch, unterstreicht die Bedeutung des Projekts: „Als Gemeinde freuen wir uns sehr, mit dem ersten großen Ladehub der Energie Steiermark einen zukunftsweisenden Standort für Elektromobilität in St. Michael zu haben.“ Die zentrale Lage als Verkehrsknotenpunkt biete ideale Voraussetzungen.
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