Enns plant Jugendbeteiligungsprojekt mit EU-Förderung

Die Stadtgemeinde Enns will ein Jugendbeteiligungsprojekt im Rahmen des Europäischen Solidaritätskorps einreichen. Der Gemeinderat hat den Antrag mehrheitlich beschlossen. Bis zu 20 Jugendliche sollen über zwölf Monate hinweg demokratische Prozesse kennenlernen und eigene Ideen verwirklichen.
Der Gemeinderat der Stadtgemeinde Enns hat in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich für die Einreichung eines Jugendbeteiligungsprojekts gestimmt. Das Vorhaben soll über das Europäische Solidaritätskorps finanziert werden.
Das Projekt richtet sich an bis zu 20 Jugendliche, die über einen Zeitraum von zwölf Monaten in verschiedenen Workshops zusammenarbeiten sollen. Im Mittelpunkt stehen die Förderung von Medienkompetenz, Demokratieverständnis und aktiver Beteiligung. Die Teilnehmenden sollen die Chance erhalten, sich aktiv einzubringen und eigene Ideen in die Tat umzusetzen.
Medienworkshops und Wien-Exkursion geplant
Das Programm umfasst mehrere Bausteine: Geplant sind Medienworkshops, in denen eine eigene Jugendredaktion gegründet werden soll. Eine Exkursion nach Wien soll Einblicke in Parlament und ORF ermöglichen, ergänzt durch Gespräche mit politischen Vertreter*innen. Zudem ist ein internationaler Austausch mit der Partnerstadt Dingolfing vorgesehen.
Weitere Inhalte sind die Auseinandersetzung mit Fake News sowie die gemeinsame Entwicklung und Durchführung einer Veranstaltung in Enns. Die Jugendlichen sollen dabei möglichst viel Eigenverantwortung übernehmen – von der Erstellung eigener Medieninhalte über Teile der Budgetplanung bis hin zur Organisation des Abschluss-Events. Unterstützung erhalten sie von der Stadtgemeinde, dem Jugendausschuss und externen Fachleuten.
Bürgermeister und Jugendstadträtin begrüßen Initiative
Bürgermeister Christian Deleja-Hotko betonte, ihm sei wichtig, dass Jugendliche ihre Ideen einbringen, Verantwortung übernehmen und erleben, dass ihre Stimme in Enns zählt. „Jugendliche sollen nicht nur über Beteiligung sprechen, sondern sie selbst erleben und mitgestalten können“, so der Bürgermeister.
Jugendstadträtin Pia Mayr zeigte sich erfreut über die Nachfolgeregelung für das bisherige Jugendrats-Projekt. Mit der neuen Initiative wolle man Jugendliche engmaschiger begleiten und ihnen inhaltlich wertvolle Impulse mitgeben, die ihnen sowohl in der Freizeit nützen als auch sie für künftige Kommunikationsjobs qualifizieren. Durch Ausflüge und Vernetzung wolle man sie motivieren. „Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass Erasmus+ unser Projekt genehmigt“, erklärte Mayr.
Quelle: https://www.enns.at/Gemeinderat_beschliesst_Jugendbeteiligungsprojekt
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