Erdäpfelernte bricht wegen Dürre um die Hälfte ein

Mona HopfingerMona Hopfinger
Ernteeinbruch Oberösterreich: Kartoffeln -50%, Herbstkulturen -50 bis -70%
© Mit KI (Gemini) generiert

Die anhaltende Trockenheit hat heuer massive Auswirkungen auf die Landwirtschaft in Oberösterreich. Besonders dramatisch ist die Lage bei Erdäpfeln, wo die Erträge teilweise unter 50 Prozent liegen, so der ORF.

Die heurige Dürre setzt den oberösterreichischen Landwirten massiv zu. Ewald Mayr, Obmann der Obst- und Gemüsebauern Oberösterreichs, sieht die Erdäpfel als am stärksten betroffene Kultur. Neben Hitze und Trockenheit würden auch Sonnenbrandschäden den Pflanzen zusetzen.

Lager bleiben halb leer

Harald Kitzberger bewirtschaftet Felder von Hartkirchen im Bezirk Eferding bis Leonding im Bezirk Linz-Land. Auf allen seinen Flächen zeige sich heuer ein ähnlich schlechtes Bild. Die Erträge lägen voraussichtlich unter 50 Prozent, erklärt der Landwirt. Sollte nun auch noch der Drahtwurm auftreten, würden die verwertbaren Kartoffeln weiter zurückgehen.

Kitzbergers Betrieb ist auf mehrere tausend Tonnen Kartoffeln ausgelegt, die eingelagert werden können. Heuer werde das Lager vermutlich nicht einmal zur Hälfte gefüllt sein.

Grünland und Tierhaltung unter Druck

Das Grünland sei am stärksten von der Trockenheit betroffen, sagt Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger (ÖVP). Eine geringere Ernte bedeute weniger Futter im Winter. Die Betriebe müssten dann entweder Futter zukaufen oder den Tierbestand verringern, was wiederum zu Einkommensverlusten führe.

Franz Waldenberger, Präsident der Landwirtschaftskammer Oberösterreich, erklärt, dass die Rationen umgestellt werden müssten. Die Tiere, insbesondere Kühe, würden mit Stroh gefüttert und mit anderen Komponenten ausgeglichen. Es handle sich um eine vielseitige Herausforderung für die Betriebe.

Herbstkulturen besonders stark betroffen

Herbstkulturen wie Körnermais, Silomais, Kürbis, Sonnenblume, Soja und Zuckerrübe waren länger der starken Trockenheit ausgesetzt als Getreide, das bereits im Sommer eingebracht wurde. Nach Schätzungen könnten die Erträge bei den Herbstkulturen deshalb um 50 bis 70 Prozent unter dem Vorjahr liegen.

Quelle: https://ooe.orf.at/stories/3371913/

Worüber spricht Linz-Land morgen?

Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.

Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

austria.com auf Google bevorzugen.