Ermittlungen nach Großbrand in Rust dauern an

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Nach dem Feuer in der Ruster Bucht am Neusiedler See, bei dem mehr als 200 Bootsgaragen zerstört wurden, gestaltet sich die Suche nach der Brandursache schwierig. Eingestürzte Gebäude und die Nähe zum Wasser erschweren die Arbeit der Ermittler.

Die Ermittlungen zur Brandursache nach dem Großfeuer in der Ruster Bucht in der vergangenen Woche sind noch im Gange. Wie ein Sprecher der Landespolizeidirektion Burgenland am Dienstag auf APA-Anfrage mitteilte, ist das Gelände durch eingestürzte Gebäude und die unmittelbare Nähe zum Wasser schwer zugänglich.

Die Fläche, auf der Spuren gesichert werden müssen, sei relativ groß. Deshalb könnten die umfangreichen Ermittlungen noch einige Zeit dauern. Neben der Arbeit vor Ort wurden zuletzt auch Drohnenbilder ausgewertet.

Ölsperren im Neusiedler See errichtet

Im Neusiedler See wurden Ölsperren installiert, um eine Ausbreitung von Schutt und Verunreinigungen im Gewässer zu verhindern. Bürgermeister Gerold Stagl (SPÖ) ging am Dienstag davon aus, dass der Brand keine gravierenden Auswirkungen auf das Wasser in der Ruster Bucht haben wird.

Laut Stagl wurden 221 Garagen mit den darin gelagerten Booten zerstört. Die Freistadt Rust ist Verpächterin, die Bootsgaragen stehen im Eigentum der Pächterinnen und Pächter.

Stadt plant Übergangslösung

Die Stadt arbeitet derzeit daran, eine Übergangslösung anzubieten. Gespräche über den Wiederaufbau sollen zu einem späteren Zeitpunkt aufgenommen werden, sagte Stagl. Wie hoch der Schaden tatsächlich ist, sei noch nicht abschätzbar. Er dürfte jedenfalls beträchtlich sein.

Das Feuer war in der Nacht auf vergangenen Donnerstag ausgebrochen und hatte 14 Feuerwehren mit rund 300 Mitgliedern gefordert. Zur Untersuchung der Wasserqualität wurden Proben entnommen. Nach der Schadensuntersuchung soll das Areal geräumt und wieder aufgebaut werden.

Quelle: APA

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