Ermittlungen wegen Luxus-Chalet in Hollersbach

Pia ProdingerPia Prodinger
© Mit KI (Gemini) generiert

Ein Bergbauernhof im Pinzgau wird auf AirBnB als „Chalet Hochalpschwendt“ für rund 4.700 Euro pro fünf Nächte angeboten. Die Gemeinde Hollersbach hat nun Anzeige erstattet, weil der Verdacht auf illegale touristische Nutzung besteht, so der ORF.

Ein Gehöft in Hollersbach mit drei Hektar Grünland steht im Zentrum von Ermittlungen. Das Objekt wird auf der Plattform AirBnB als Luxus-Unterkunft mit Panoramablick angeboten – mit „Zugang zum gesamten Haus“, wie es in der Anzeige heißt.

Laut Simon Heilig-Hofbauer (Grüne), Raumordnungssprecher, ist das Anwesen jedoch als Landwirtschaft gewidmet. Eine Vermietung des kompletten Gebäudes sei nur dann erlaubt, wenn der Eigentümer dort seinen Hauptwohnsitz hat und lediglich einzelne Privatzimmer vermietet. Der Grünen-Politiker geht davon aus, dass erneut ein Bergbauernhof entgegen den raumordnungsrechtlichen Bestimmungen zu einem Luxuschalet umgewandelt wurde.

Strafverfahren nach Landtagsanfrage

„Das ist ganz klar eine illegale Vermietung“, erklärt Heilig-Hofbauer. Nach einer Landtagsanfrage der Grünen sei die Homepage plötzlich vom Netz genommen worden. Zudem wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Der Bauernhof existiere seit 40 Jahren an diesem Standort. Allerdings würden seit fünf Jahren landwirtschaftliche Förderungen für die Flächen von einem anderen Landwirt beantragt. Die Grünen schließen daraus, dass die Grundstücke verpachtet sind und die Hofeigentümerin den Betrieb nicht selbst bewirtschaftet.

Zweifel an gemeldeten Hauptwohnsitz

Die Gemeinde Hollersbach hat mittlerweile bei der Bezirkshauptmannschaft Zell am See Anzeige erstattet. An der Adresse ist zwar ein Hauptwohnsitz gemeldet, doch dass dort jemand dauerhaft wohnen soll, während gleichzeitig das gesamte Haus zur Vermietung steht, erscheine nicht glaubwürdig.

Der Hof wurde vor rund 20 Jahren unter Ehegatten übergeben, nicht verkauft. Die Grundverkehrskommission war daher nicht involviert. Die Eigentümerin teilte auf Anfrage mit, es handle sich um eine ordnungsgemäße Privatzimmervermietung. Weitere Auskünfte wollte sie nicht erteilen.

Quelle: https://salzburg.orf.at/stories/3368524/

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