Ernährung und Gerechtigkeit: Workshop in Kirchberg

Mathias FischerMathias Fischer
Schülerinnen und Schüler mit ihren Kunstwerken in einem Klassenzimmer in Österreich
Ein erfolgreiches Projekt für die Kinder. © zVg

In der Mittelschule Kirchberg an der Pielach fand Ende Juni ein Workshop zu globaler Verantwortung statt. Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich mit Welternährung, Lebensmittelverschwendung und fairem Konsum.

In Zusammenarbeit mit der Klimabündnis-Marktgemeinde Kirchberg an der Pielach wurde am 30. Juni ein Workshop zum Thema globale Verantwortung in der örtlichen Mittelschule abgehalten. Die Veranstaltung wurde von Südwind organisiert.

Unter der Leitung von Sabine Gruber von Südwind NÖ erforschten die Teilnehmenden die weltweite Verteilung von Nahrungsmitteln und Wohlstand. Anhand einer großen Weltkarte lernten sie Grundnahrungsmittel und Essgewohnheiten verschiedener Regionen kennen und erweiterten ihr geografisches Wissen.

Die Jugendlichen setzten sich mit dem Wasserverbrauch unterschiedlicher Nahrungsmittel auseinander und erfuhren, wie sich die Klimakrise auf die Ernährung auswirkt. In Kleingruppen diskutierten sie über Rechte am Arbeitsplatz. Auch das Thema Lebensmittelverschwendung stand auf dem Programm: Weltweit landen 40 Prozent aller Lebensmittel nicht auf dem Teller.

Gütesiegel und bewusster Konsum

Neben dem FAIRTRADE-Gütesiegel existieren mittlerweile zahlreiche weitere Zertifikate. Wer sich im „Gütesiegel-Labyrinth“ zurechtfinden möchte, kann den Siegel-Check von Südwind nutzen. Durch bewussten Konsum könne ein wichtiger Beitrag für eine gerechtere Gesellschaft geleistet werden, heißt es.

Wenn für ökologisch und sozial nachhaltig produzierte Produkte ein fairer Preis bezahlt werde, nütze das nicht nur den Produzierenden im Globalen Süden – etwa in den Anbauländern von Kakao, Kaffee oder Bananen – sondern auch den lokalen Landwirtinnen und Landwirten in Niederösterreich.

EU-Lieferkettengesetz und Entwicklungsziele

Eine strenge Umsetzung des EU-Lieferkettengesetzes müsse dafür sorgen, dass Unternehmen sowohl Menschenrechte als auch Umweltbestimmungen entlang ihrer gesamten Lieferkette einhalten. Damit die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) für eine gerechtere Welt bis 2030 erreicht werden, könnten alle einen Beitrag leisten – ob Politikerinnen und Politiker, Unternehmen, Bibliotheken, Vereine, Schulen oder Einzelpersonen.

Quelle: https://www.kirchberg-pielach.at/Schueler_innen_erforschen_globale_Zusammenhaenge_unserer_Ernaehrung

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