Erni Mangold mit 99 Jahren verstorben
Die österreichische Schauspielerin Erni Mangold ist am 5. September im Alter von 99 Jahren gestorben. Die Trägerin des Nestroyrings hatte eine besondere Verbindung zu Bad Ischl, wo ihr Vater herkam.
Erni Mangold galt als unbequem und „hinreißend widerspenstig“, wie die OÖN über die Künstlerin schrieben. Diese Charakterisierung bestätigte sich 2015 bei der Verleihung des Nestroyrings der Stadt Bad Ischl im Lehartheater. Die damals 88-Jährige zeigte sich zu Beginn der Zeremonie reserviert und distanziert, bevor sie ihre warmherzige Seite offenbarte und sichtlich gerührt war.
Das Publikum im Lehartheater würdigte die große österreichische Schauspielerin mit stehenden Ovationen. Als Bürgermeister Hannes Heide ihr den von Goldschmied Gerold Schodterer gefertigten Ring anstecken wollte, unterbrach Mangold ihn mit den Worten: „Ich will Sie ja nicht heiraten“.
Familiäre Wurzeln in Bad Ischl
Nur wenigen war damals bekannt, dass die Künstlerin eine besondere Bindung zu Bad Ischl hatte. Als Erna Goldmann im Gasthaus ihrer Großeltern geboren, stammte sie aus einer Künstlerfamilie. Ihr Vater Heinrich Goldmann kam aus Bad Ischl und war Lehrer sowie Schuldirektor, aus Leidenschaft aber Kunstmaler.
„Er wollte aus mir eine wohlerzogene Bildungsbürgerin machen“, erinnerte sich Mangold. Stattdessen entwickelte sie sich zu einer starken Persönlichkeit, die sich gegen Konventionen und Verlogenheit wandte und sich für Frauenrechte sowie eine offene Gesellschaft einsetzte. Ihre Erinnerungen hielt sie in dem Buch „Lassen Sie mich in Ruhe“ fest.
Würdigung durch Bürgermeisterin
„Mit Erni Mangold verliert Österreich eine großartige Künstlerpersönlichkeit, die unser Land geprägt hat und der Stadt Bad Ischl verbunden war“, würdigte Bürgermeisterin Ines Schiller die Verstorbene. Sie hatte regelmäßigen Kontakt mit der Schauspielerin: „Die Fotos, die sie mir immer wieder schickte, werde ich in Ehren halten!“
Quelle: https://www.bad-ischl.ooe.gv.at/Die_vielfaeltigen_Beziehungen_von_Erni_Mangold_zu_Bad_Ischl
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