Ernteausfälle: Getreide um 20 Prozent zurückgegangen

Pia ProdingerPia Prodinger
Reifes Korn auf einem Feld in Österreich, kurz vor der Ernte.
© Alexas Fotos / Pexels (Symbolbild)

Die extreme Trockenheit führt zu massiven Ernteeinbußen in Österreich. Erste Daten zeigen einen Rückgang bei Getreide um rund 20 Prozent, auch die Qualität leidet unter der Hitze, so der ORF.

Die anhaltende Dürre hat bereits deutliche Spuren in der heimischen Landwirtschaft hinterlassen. Hermine Mitter von der Universität Graz, die zu Nachhaltigkeit und Klimawandel forscht, erklärt, dass die Hitze während der Kornfüllung besonders problematisch sei.

Dramatische Einbußen bei Menge und Qualität

Die Folgen sind bereits messbar. „Bei den Getreidearten, wo wir schon in der Ernte sind, da sehen wir dramatische Rückgänge“, berichtet Mitter. Erste Erhebungen der Statistik Austria belegen dies.

Die Durchschnittserträge über alle Getreidearten hinweg sind in ganz Österreich um etwa 20 Prozent gesunken. „Und das ist schon substanziell“, betont die Expertin. Neben der Erntemenge ist auch die Qualität des Getreides beeinträchtigt.

Transportprobleme verschärfen die Lage

Die niedrigen Wasserstände belasten zusätzlich den Transport auf Flüssen. Schiffe können weniger Fracht laden, was die Transportkosten in die Höhe treibt. Dies könnte letztlich zu steigenden Preisen für Lebensmittel führen.

Mitter verweist darauf, dass die Trockenheit nicht nur die Hektarerträge und die gesamte landwirtschaftliche Produktion direkt treffe, sondern auch die Transportprobleme verstärke. Hinzu kämen Unsicherheiten durch Kriege und geopolitische Konflikte in wichtigen Getreideexportregionen, die ebenfalls Einfluss auf die Preise haben könnten. Wie stark sich all dies auf die Preise in den Supermärkten auswirken wird, lasse sich derzeit nicht verlässlich vorhersagen.

Historische Trockenheit in Österreich

Hydrologinnen und Hydrologen sprechen von einer extremen Situation, die sogar die Dürre des Jahres 2003 übertreffe. Niedrige Flusspegel, nahezu ausgetrocknete Teiche und verdorrte Felder prägen das Bild in weiten Teilen des Landes.

Laut GeoSphere Austria waren die ersten sieben Monate des Jahres so niederschlagsarm wie noch nie seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Eine neue Hitzewelle verschärft die Situation zusätzlich.

Quelle: https://steiermark.orf.at/stories/3365043/

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