Erstes Demokratiefestival auf der Wieden abgeschlossen

Mona HopfingerMona Hopfinger
Diskussion mit NEOS-Politikerinnen im Wiener Rathaus
© wien.neos.eu

Im vierten Wiener Bezirk fand heuer erstmals ein Demokratiefestival statt. Nach dem Auftakt Mitte September folgten im Oktober vier Workshops zu Frauen, Europa, Wirtschaft und Medien.

Wie lässt sich Demokratie stärken? Welche Voraussetzungen braucht es für Gleichberechtigung, wirtschaftliche Chancen und einen kritischen Umgang mit Informationen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich das erste Wiedner Demokratiefestival. Den Auftakt bildete am 15. September eine Veranstaltung am Sankt-Elisabeth-Platz, danach folgten vier thematische Workshops.

Generationengespräch über Frauenrechte

Bei „Frauen und Demokratie“ diskutierten Irmgard Griss, Natascha Fürst und Emily Keiler über die Entwicklung der Frauenrechte und darüber, was für echte Gleichberechtigung noch fehlt. Die Veranstalter verweisen auf Bezirksinitiativen wie „Make Space for Girls“, die Parks und Spielplätze stärker auf Mädchen ausrichten soll, sowie auf „Girls in Politics“, das junge Frauen an Kommunalpolitik heranführen will. Ein Antrag für einen „Walk of Fem“ soll Frauen und ihre Leistungen im öffentlichen Raum sichtbarer machen.

EU-Armee und europäische Sicherheit

Ob Europa eine gemeinsame Armee braucht, stand im Zentrum des Workshops zu Europa und Demokratie. Andreas Grassl, Anna Dermitzakis und Arthur Krön von Yourope beleuchteten unterschiedliche Perspektiven auf Europas Sicherheit und politische Entscheidungsprozesse. Auf Bezirksebene soll demokratische Beteiligung gestärkt und die europäische Vielfalt im Grätzl durch Veranstaltungen sichtbar gemacht werden.

Wohlstand und Finanzwissen

Mit René Berger und Christoph Mayr wurde über den Zusammenhang von Wirtschaft, Wohlstand und Demokratie gesprochen. Die Veranstalter verweisen auf eine Resolution „Zukunftsvorsorge für alle Wiednerinnen“, die mehr Finanzwissen und Informationen zum Vermögensaufbau fördern soll. Eine weitere Resolution zu Regulatory Sandboxes soll das Erproben innovativer Technologien und Geschäftsmodelle unter klaren Rahmenbedingungen ermöglichen. Anträge zu künstlicher Intelligenz und Entbürokratisierung zielen auf eine moderne, serviceorientierte Verwaltung ab.

Medienkompetenz gegen Desinformation

Im Workshop mit Mesi Tötschinger ging es darum, verlässliche Informationen zu erkennen und Manipulation zu durchschauen. Eine informierte Öffentlichkeit sei Grundlage dafür, dass Menschen sich eine eigene Meinung bilden und demokratische Entscheidungen mittragen können. Eine Resolution für ein respektvolles digitales Grätzl wendet sich gegen Hass im Netz und Cybermobbing und fordert Medienkompetenz- und Präventionsangebote an Schulen. Ein Antrag „Moderne Kommunikation für die Wieden“ soll die Information der Bevölkerung über digitale Kanäle verbessern.

Die Veranstalter danken allen Beteiligten und betonen, dass Demokratie von offenen Diskussionen, konkreten Ideen und gemeinsamen Einsatz lebe. Ideen und Anregungen können an wieden@neos.eu gerichtet werden.

Quelle: https://wien.neos.eu/aktuelles/news/2026/10/das-erste-wiedner-demokratiefestival

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