Erzählkunst-Festival feiert 20 Jahre in Niederösterreich

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Das Festival „Fabelhaft Niederösterreich“ begeht heuer sein 20-jähriges Bestehen. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner kündigte bei einer Pressekonferenz im Palais Niederösterreich die Verlängerung der Zusammenarbeit um zwei weitere Jahre an.

Das Erzählkunst-Festival „Fabelhaft Niederösterreich“ blickt auf zwei Jahrzehnte zurück. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner würdigte die Veranstaltung als fixen Bestandteil der niederösterreichischen Kulturlandschaft. Die Kooperation mit dem Festival werde um weitere zwei Jahre fortgesetzt, gab sie bekannt.

Folke Tegetthoff hatte das Festival gemeinsam mit dem damaligen Landeshauptmann Erwin Pröll im Jahr 2007 ins Leben gerufen. Mikl-Leitner lobte den Festivalgründer: Er habe mit zwei Jahrzehnten voller Geschichten, Fantasie und unvergesslicher Begegnungen etwas ganz Besonderes geschaffen. Das Festival biete Künstlerinnen und Künstlern aus aller Welt eine Bühne und bringe Menschen unterschiedlichster Generationen zusammen. Es stehe für internationale Qualität und regionale Verwurzelung.

Kleine Gemeinde mit großer Strahlkraft

Kunst und Kultur müssten in allen Regionen des Landes und für alle erlebbar sein, betonte die Landeshauptfrau. Bad Schönau als Heimat des Festivals zeige, dass auch kleine Gemeinden große kulturelle Strahlkraft entwickeln können. Der Ort mit rund 1.000 Einwohnerinnen und Einwohnern begrüße jährlich rund 1.500 Festivalgäste. Im Jubiläumsjahr kommen mit dem Rathaus, dem Krahuletz-Museum und der Landesberufsschule in Eggenburg weitere Schauplätze hinzu.

„Schule des Zuhörens“ erreicht Tausende

Besonders hob Mikl-Leitner die „Schule des Zuhörens“ hervor. Nur weil man ständig über Social Media, per WhatsApp oder SMS miteinander kommuniziere, heiße das noch lange nicht, dass man einander auch zuhöre. Dabei beginne genau dort das gegenseitige Verständnis und ein friedliches Miteinander. Seit 2007 haben mehr als 150.000 Menschen in zwölf Ländern an knapp tausend Workshops teilgenommen, mehr als 400 davon fanden in Niederösterreich statt. Im Jubiläumsjahr erreicht die Initiative erneut 20 niederösterreichische Bildungseinrichtungen. Kinder und Jugendliche lernten dabei, nicht nur ihre eigene Stimme zu erheben, sondern auch anderen Gehör zu schenken.

Festivalgründer und Erzähler Folke Tegetthoff erinnerte sich an die Entstehung des Festivals. Er habe damals schon gewusst, Niederösterreich sei ein Kultur-Schlaraffenland. Die „Schule des Zuhörens“ bezeichnete er als sein Herzensprojekt. Gerade in diesem gigantischen Paradigmenwechsel, in dem man jetzt stehe und der das Kommunikationsverhalten total auf den Kopf stellen werde, sei es umso wichtiger zu zeigen, dass es die direkte Kommunikation sei, die das Menschsein ausmache.

Gesundheit und Kultur als Einheit

Bürgermeister Feri Schwarz erklärte, warum ein Kulturfestival wie „Fabelhaft Niederösterreich“ gerade in einer Gesundheitsgemeinde stattfinde: Gesundheit und Kultur bildeten eine Einheit. Erzählen und Zuhören könnten einen wichtigen Beitrag zu einem gesunden Körper und einem gesunden Geist leisten. Deshalb freue er sich sehr, dass Bad Schönau seit 14 Jahren Heimat für dieses wunderbare Festival sei.

Elisabeth Ring, Generalsekretärin der Niederösterreichischen Versicherung, die seit fast 20 Jahren Hauptsponsor des Erzählkunstfestivals ist, sagte, „Fabelhaft Niederösterreich“ passe perfekt zum NV-Motto „Nähe verbindet“. Erzählen und Zuhören spiegelten auch die Werte des Unternehmens wider. Denn das beste Kundengespräch beginne nicht mit dem besten Versicherungsprodukt, sondern damit, zuzuhören.

Susanne Stökl, Direktorin des Krahuletz-Museums in Eggenburg, das heuer ebenfalls Partnerin des Festivals ist, betonte: Die Ausstellung „Märchen, Mythen und Legenden“ sowie lebendige Erzählkunst ergänzten sich perfekt. Man erweitere damit historische Grenzen und die Wahrnehmung mit allen Sinnen.

Vom 7. bis 9. November gastiert „Fabelhaft Niederösterreich“ erstmals im Krahuletz-Museum in Eggenburg, vom 12. bis 15. November im Sconarium Bad Schönau. Alle Informationen zum Festival sowie zur „Schule des Zuhörens“ sind online auf www.storytellingfestival.at verfügbar.

Quelle: OTS

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