ESA Phi-Lab Austria erhält 9,6 Millionen Euro bis 2031

Mathias FischerMathias Fischer
Satellitentechnologie verbindet Europa mit Datenströmen, Upstream Technologies 9,6 Mio. Euro.
© Mit KI (Gemini) generiert

Das Weltraum-Zentrum am Flughafen Schwechat wird nach der ersten Förderphase fortgeführt. Die Europäische Raumfahrtagentur ESA, Niederösterreich und der Bund stellen für die kommende Periode bis 2031 insgesamt 9,6 Millionen Euro bereit.

Der Weltraum-Hub „ESA Phi-Lab Austria“ am Flughafen Wien in Schwechat wird auch nach Ablauf der ersten Förderperiode weiterbestehen. Für die Jahre 2028 bis 2031 stehen dem Zentrum für Technologien, die außerhalb der Atmosphäre eingesetzt werden, 9,6 Millionen Euro zur Verfügung. Das gab man am Mittwoch bei einer Pressekonferenz am Rande der „Austrian Space Days“ bekannt.

Die Finanzierung teilt sich auf 4,4 Millionen Euro vom Land Niederösterreich und 5,2 Millionen Euro von der ESA auf, die indirekt über das Infrastrukturministerium fließen. Das Projekt war 2024 von der Europäischen Raumfahrtagentur ESA, dem Land Niederösterreich und dem Bund ins Leben gerufen worden.

Austrian Space Days mit 600 Teilnehmern

Noch bis Donnerstag läuft die erstmals veranstaltete Konferenz „Austrian Space Days“ mit rund 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Standort des Labs und der heuer zusätzlich gegründeten „Space Factory“. Die Veranstaltung widmet sich der Industrialisierung und der Stärkung des österreichischen Weltraumsektors in Europa.

Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) erklärte, das „ESA Phi-Lab Austria“ sei damals gegründet worden, um Ideen marktfähig zu machen. Über die „Space Factory“ sollen verstärkt Prototypen geschaffen und getestet werden können. Künftig plane man den Aufbau einer Dachmarke „Space Region Lower Austria“, unter der Standorte wie Seibersdorf, Wiener Neustadt und Schwechat mit ihren Entwicklungen besser vernetzt werden sollen.

Erstes nationales ESA-Weltraum-Hub

Das „ESA Phi-Lab Austria“ war 2024 als erstes nationales „ESA-Weltraum-Hub“ gestartet worden – nach dem ursprünglichen, 2018 eröffneten „ESA Phi-Lab“ in Italien. Für die ersten vier Jahre wurden dem österreichischen Projekt 11,2 Millionen Euro zugesprochen.

Seit Bestehen des Zentrums, dessen Schwerpunkt auf sogenannten Upstream-Technologien wie Hard- und Software für Satelliten und Raumfahrzeuge liegt, gab es laut aktueller Bilanz vier Ausschreibungsrunden mit mehr als 150 Einreichungen aus Europa und 13 aufgenommene Projekte. Drei Projekte seien bereits erfolgreich abgeschlossen worden. Zudem blickte man auf zehn angesiedelte Weltraum-Unternehmen und 75 neue Arbeitsplätze am Standort zurück.

Zehn nationale ESA-Labs in Europa

Insgesamt zehn nationale „ESA Phi-Labs“ wurden in Europa bisher errichtet. Der aus Tirol stammende ESA-Direktor Josef Aschbacher sieht diese als „lebende Organismen“, von denen auch durchaus noch weitere – in Abstimmung mit den Zielländern und einer sichergestellten Finanzierung – errichtet werden könnten.

Flughafen-Wien-Vorstand Günther Ofner unterstrich die Bedeutung des Standortes am Flughafen Wien/Schwechat: „Wir sehen in der Weltraumtechnologie ein zukünftiges Wachstumsfeld.“ Über die Fertigstellung des Bauprojektes „Office Park 4 Next“ werde künftig dann auch der „Office Park 2“ zur Gänze für die Weiterentwicklung von Weltraum-Unternehmen zur Verfügung stehen.

Quelle: APA

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