Ethik-Komitee diskutiert Entscheidungen am Lebensende

Das Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf hat zu einem Ethik Café geladen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie gute Begleitung in der letzten Lebensphase gelingen kann.
Das Klinische Ethik-Komitee am Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf hat erneut zu einem Ethik Café eingeladen. Ziel der Veranstaltung war es, ethische Fragestellungen interprofessionell zu erörtern.
Ein Klinisches Ethik-Komitee ist ein interdisziplinäres Team in einem Spital, das bei ethischen Fragen und schwierigen Entscheidungen in der Versorgung von Patientinnen und Patienten beratend zur Seite steht.
Palliativmediziner referierte über Lebensende
Im Zentrum des Ethik Cafés stand das Thema „Gute Entscheidungen am Lebensende“. Den Vortrag hielt OA Dr. Helmut Musil, Leitender Oberarzt der Palliativstation und Leiter des Klinischen Ethik-Komitees. Viele Herausforderungen am Lebensende lassen sich nicht allein durch die Kompetenz der Gesundheitsberufe bewältigen – eine ethisch motivierte Sichtweise kann neue Perspektiven eröffnen.
Die medizinischen Möglichkeiten werden immer umfangreicher und können Verlauf und Qualität des Lebens eines Menschen entscheidend beeinflussen. Dabei müsse das Wohl der Patientinnen und Patienten stets als wichtigstes Kriterium im Auge behalten werden, hieß es.
„Wichtig ist es in komplexen Situationen den richtigen Behandlungspfad und das Therapieziel gemeinsam zu finden. Nicht immer ist das, was die moderne Medizin kann, auch das, was dem Willen des Patienten oder der Patientin entspricht“, so Musil.
Kommunikation als Schlüssel zur gelungenen Begleitung
Anhand von Fallbeispielen aus dem Klinikalltag wurde erörtert, wie eine gute Begleitung am Lebensende gelingen kann und welche Fallstricke in der Betreuung bestehen. Die Beispiele zeigten, dass die Kommunikation mit den Menschen sowie im gesamten Behandlungsteam der Schlüssel zu einer gelungenen Begleitung in der letzten Lebensphase ist.
An der Veranstaltung nahmen neben dem Leiter des Klinischen Ethik-Komitees auch die Stationsleitung der Intensivstation an der Abteilung für Innere Medizin I, DGKP Ingrid Toriser, die aktiv im Komitee mitarbeitet, sowie der Vertreter der Ärztlichen Direktion, OA Dr. Wolfgang Gottschalk, teil.
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