EU-Projekt erforscht Einfluss von Ernährung auf Psyche
In Krems ist ein internationales Forschungsprojekt gestartet, das untersuchen soll, wie Nahrung das psychische Wohlbefinden beeinflusst. 13 Partner aus neun Ländern arbeiten am EU-finanzierten Projekt „Beethoven“ zusammen.
Die Universität für Weiterbildung Krems hat Anfang September den Auftakt für ein groß angelegtes Forschungsvorhaben gegeben. Bei einem zweitägigen Workshop trafen sich die Beteiligten des Projektkonsortiums, um die Zusammenarbeit zu starten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie und unter welchen Umständen die Nahrungsaufnahme die psychische Gesundheit beeinflusst.
In der Europäischen Union ist jede sechste Person von Problemen im Bereich der psychischen Gesundheit betroffen. Bisherige Studien deuten darauf hin, dass Ernährung eine wichtige Rolle für das seelische Wohlbefinden spielt. Das Projekt mit dem Kurznamen Beethoven soll nun eine wissenschaftlich fundierte Basis für künftige Ernährungsempfehlungen schaffen.
Verbindung zwischen Darm und Gehirn im Fokus
Die Forschenden wollen nicht nur klären, ob ein Zusammenhang besteht, sondern vor allem verstehen, wie die Wechselwirkungen zwischen Ernährung, Darmfunktion und Gehirnaktivität funktionieren. Ziel ist es, die Wissensbasis zur Verbindung von Darm und Hirn auf eine solide wissenschaftliche Grundlage zu stellen.
Beim Kick-Off-Workshop stellten sich die 13 Partnerinstitutionen aus neun Ländern vor und planten die ersten Schritte des Projekts, das insgesamt zehn Arbeitspakete umfasst. Serena Battaglia, Project Officer der Europäischen Kommission, nahm an der Veranstaltung teil.
Ergebnisse sollen in EU-Richtlinien einfließen
Viktoria Weber, Rektorin der Kremser Universität, betonte bei der Begrüßung die gesellschaftliche Relevanz des Vorhabens. Die Forschungsergebnisse sollen nicht nur in wissenschaftlichen Publikationen münden, sondern auch in Richtlinien der Europäischen Union im Rahmen von FOOD 2030 einfließen und damit allen Menschen zugutekommen.
FOOD 2030 ist die Forschungs- und Innovationspolitik der EU, die darauf abzielt, das europäische Ernährungssystem zukunftssicher, nachhaltig und gesund zu gestalten.
Die Universität für Weiterbildung Krems koordiniert das gesamte Projekt und leitet das Arbeitspaket 2, das sich mit der Erfassung bestehender Erkenntnisse zu Ernährung und psychischer Gesundheit befasst. Die Projektleitung liegt bei Matthias Pilecky, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Research Lab for Aquatic Ecosystems and Health an der Universität.
Quelle: https://www.donau-uni.ac.at/de/aktuelles/news/2026/kick-off-fuer-projekt-beethoven.html
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