EU-Strategie stärkt Nutztierhaltung in Oberösterreich

Die Europäische Kommission hat eine neue Nutztierstrategie vorgestellt, die heimische Fleischproduktion als systemrelevant einstuft. Oberösterreich hält die meisten Rinder, Schweine und Masthühner in Österreich.
Die Europäische Kommission hat mit ihrer neuen Nutztierstrategie ein Bekenntnis zur Bedeutung der heimischen Fleischproduktion abgegeben. Die OÖVP wertet dies als wichtige Weichenstellung für die Landwirtschaft und den Agrarstandort Oberösterreich.
Florian Hiegelsberger, Landesgeschäftsführer der OÖVP, betont, dass die EU damit klarstelle, dass eine sichere Lebensmittelversorgung ohne leistungsfähige Nutztierhaltung nicht möglich sei. „Das ist ein wichtiges Signal für unsere Bäuerinnen und Bauern“, so Hiegelsberger. Oberösterreich nehme bei der Haltung von Rindern, Schweinen und Masthühnern österreichweit die Spitzenposition ein und trage damit besondere Verantwortung für die Versorgungssicherheit.
Laut Statistik Austria werden in Oberösterreich 528.566 Rinder, 998.420 Schweine und 2.901.260 Masthühner gehalten. Das Bundesland liegt damit in allen drei Bereichen an der Spitze. Der Anteil am österreichischen Gesamtbestand beträgt rund 29 Prozent bei Rindern, rund 40 Prozent bei Schweinen und rund 27 Prozent bei Masthühnern.
Exzellenzstrategie für europäische Fleischprodukte
Die OÖVP bewertet positiv, dass die Europäische Kommission die Nutztierhaltung ausdrücklich als systemrelevanten Bestandteil der europäischen Versorgungssicherheit anerkennt. Gleichzeitig plant die EU eine Strategie, um europäische Fleischprodukte besser zu vermarkten. Dabei sollen Qualität, Umweltfreundlichkeit, Tierwohl und eine klare Herkunftsangabe künftig eine noch größere Rolle spielen.
„Gerade diese Werte zeichnen unsere bäuerlichen Familienbetriebe aus“, erklärt Hiegelsberger. Oberösterreich stehe für hochwertige Lebensmittel, verantwortungsvolle Landwirtschaft und kurze Wege vom Bauernhof zu den Konsumenten. Dass die EU diese Stärken künftig noch stärker hervorheben wolle, sei eine gute Entwicklung für die Landwirtschaft.
Konsumenten setzen auf Qualität und Regionalität
Eine aktuelle AMA-Umfrage zeigt, dass Menschen beim Fleischeinkauf vor allem auf artgerechte Tierhaltung, kontrollierte Qualität sowie Regionalität und Bio-Produktion achten. Den größten Anteil am Fleischeinkauf im Lebensmittelhandel hat Hühnerfleisch mit 30,1 Prozent, gefolgt von Schweinefleisch mit 25,8 Prozent sowie Rind- und Kalbfleisch mit 11,4 Prozent.
„Die Konsumentinnen und Konsumenten entscheiden sich bewusst für Qualität und nachvollziehbare Herkunft“, so Hiegelsberger. Das zeige, dass die bäuerliche Landwirtschaft genau den Weg gehe, den die Menschen erwarten.
Günstige Produktionsbedingungen für Oberösterreich
Für die OÖVP ist die Landwirtschaft ein unverzichtbarer Faktor für Versorgungssicherheit und regionale Wertschöpfung. Klimaprognosen der AGES zeigen, dass sich günstige Produktionsbedingungen für Ackerbau und Grünland künftig stärker nach Oberösterreich verlagern könnten.
Hiegelsberger betont, dass Oberösterreich schon heute eines der stärksten Agrarländer Österreichs sei. Diese Stärke gelte es zu erhalten und weiter auszubauen. „Wer Versorgungssicherheit ernst nimmt, muss unseren Bäuerinnen und Bauern verlässliche Rahmenbedingungen bieten“, so der Landesgeschäftsführer.
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