EVN modernisiert Wasserkraftwerk Rosenburg

Das Wasserkraftwerk Rosenburg im Bezirk Horn wird umfassend erneuert. Die EVN kombiniert dabei technische Aufrüstung mit ökologischen Verbesserungen am Kamp. Die Fertigstellung ist für Herbst 2028 vorgesehen.
Die EVN hat im September mit der Modernisierung des Wasserkraftwerks Rosenburg im Bezirk Horn begonnen. Das Projekt soll die Anlage zukunftsfähig machen und zugleich die ökologische Situation am Kamp verbessern. „Das Projekt verbindet die Modernisierung bestehender Infrastruktur mit zusätzlichem Nutzen für Natur, Gewässer und regionale erneuerbare Energieversorgung“, erklärte EVN-Sprecher Stefan Zach am Freitag. Die Inbetriebnahme ist für Herbst 2028 geplant.
In den kommenden Tagen startet die Erneuerung der vorhandenen Furt. Ab Sommer 2027 folgen die Bauarbeiten an der Staumauer und am historischen Kraftwerksgebäude, wie der niederösterreichische Energieversorger mitteilte.
Kompromiss nach Rückzug der Ausbaupläne
Basis für die Modernisierung ist ein Kompromiss, der unter Federführung des niederösterreichischen Umweltanwaltes Tom Hansmann mit den Natur- und Umweltschutzgruppen im Kamptal erzielt wurde. 2024 hatte die EVN ihre Ausbaupläne, die 2017 zur Umweltverträglichkeitsprüfung eingereicht worden waren, zurückgezogen. Angesichts eines drohenden jahrelangen Rechtsstreits entschied sich das Unternehmen für eine Bestandssanierung.
Leistung steigt um mehr als 50 Prozent
Im Rahmen der Arbeiten werden das Kraftwerksgebäude samt technischer Ausstattung erneuert und die Staumauer saniert. Durch neue Turbinen und moderne Leittechnik steigt die Leistung von derzeit 0,9 auf rund 1,4 Megawatt. Die jährliche Stromerzeugung erhöht sich von etwa vier auf fünf Gigawattstunden. Damit sollen rund 1.500 Haushalte versorgt werden.
Umfangreiche ökologische Maßnahmen am Kamp
Die Modernisierung umfasst auch umfangreiche ökologische Maßnahmen. Die Wassermenge, die um den Umlaufberg fließt, steigt deutlich. Die bestehende Stauhöhe bleibt unverändert, eine ursprünglich vorgesehene Unterwassereintiefung wird nicht umgesetzt.
Außerdem werden insgesamt rund 1.800 Kubikmeter an Kies, den die letzten Hochwasserereignisse kampabwärts getragen haben, ab Mitte September flussaufwärts transportiert. Das Material wird im Bereich unterhalb von Wegscheid sowie in Altenburg und Stallegg als Material für Laichplätze wieder in den Oberlauf des Kamp eingebracht.
Quelle: APA
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