EVN startet seismische Messungen für Geothermie

Mathias FischerMathias Fischer
Spezialfahrzeuge auf der Straße in ländlicher Umgebung mit Häusern und Bäumen
© EVN

Die EVN führt in den kommenden Monaten umfassende Untersuchungen des Untergrundes im südlichen Wiener Becken durch. Mehr als 60 Gemeinden sind von den seismischen Messungen betroffen, die das Potenzial der Tiefengeothermie erkunden sollen.

Im Rahmen des Forschungsprogramms „GeoWärme Niederösterreich“ setzt die EVN konkrete Schritte zur Nutzung von Tiefengeothermie. Die Untersuchungen sollen das Potenzial dieser nachhaltigen Wärmequelle für die regionale Versorgung genauer erforschen.

Zum Einsatz kommt die sogenannte Vibrationsseismik. Spezielle Messfahrzeuge fahren entlang geplanter Strecken und erzeugen kontrollierte Vibrationen. Diese werden von Sensoren, den sogenannten Geophonen, aufgezeichnet. Aus den gewonnenen Daten erstellen Fachleute detaillierte Modelle des Untergrundes.

Über 330 Kilometer Messstrecke

Das Untersuchungsgebiet umfasst eine Strecke von mehr als 330 Kilometern und erstreckt sich über mehr als 60 Gemeinden im südlichen Wiener Becken. Die Erkenntnisse aus den Messungen dienen als Grundlage für die weitere Planung der Tiefengeothermie-Projekte.

Die Messungen werden überwiegend tagsüber sowie in den Herbst- und Wintermonaten durchgeführt. Die Straßen bleiben grundsätzlich befahrbar. An einem einzelnen Messpunkt dauert die Messung lediglich rund eine Minute, bevor das Fahrzeug weiterfährt.

Geräuschpegel wie bei Straßenwalze

Das dabei entstehende Geräusch entspricht ungefähr jenem einer Straßenwalze oder einer vorbeifahrenden Straßenbahn. Die Methode wird seit Jahrzehnten erfolgreich in ganz Europa eingesetzt.

Quelle: https://www.enzesfeld-lindabrunn.at/Geothermieprojekt_der_EVN_Seismische_Messungen_im_Ortsgebiet?ncd=1

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