FACC investiert 120 Millionen Euro in neues Werk

Mona HopfingerMona Hopfinger
Flugzeugbau mit Robotern und Wachstumsgrafik, Investition 120 Mio. Euro, Ziel 1 Mrd. Umsatz
© Mit KI (Gemini) generiert

Der oberösterreichische Flugzeugzulieferer FACC baut seine Produktionskapazitäten massiv aus. In St. Martin im Innkreis entsteht ein Hightech-Werk, die Komponentenfertigung soll dort verdoppelt werden, so der ORF.

Der Innviertler Flugzeugzulieferer FACC profitiert vom anhaltenden Wachstum der zivilen Luftfahrtindustrie. Die großen Flugzeughersteller Airbus, Boeing, COMAC und Embraer planen laut Unternehmensangaben heuer die Auslieferung von rund 1.700 neuen Flugzeugen. CEO Robert Machtlinger verweist auf einen bevorstehenden Wachstumsschub: Die Zahl der Flugpassagiere werde sich in den nächsten zwei Jahrzehnten voraussichtlich mehr als verdoppeln.

Auftragsbestand von über 18.000 Flugzeugen

Der globale Auftragsbestand der Fluggesellschaften umfasst mittlerweile mehr als 18.000 bestellte Maschinen. Nahezu jedes moderne Passagier- und Geschäftsreiseflugzeug enthält Leichtbaukomponenten aus Oberösterreich, betont Machtlinger. Das Produktspektrum reicht von Strukturbauteilen über Triebwerkskomponenten bis zu hochwertigen Kabinensystemen sowie Passagier- und Logistikdrohnen.

Verdoppelung der Fertigung geplant

Im ersten Halbjahr setzte das Unternehmen strategische Maßnahmen um. Um 120 Millionen Euro entsteht in St. Martin im Innkreis (Bezirk Ried im Innkreis) ein neues Hightech-Werk – mit dem Ziel, die Komponentenfertigung am Standort zu verdoppeln.

Zusätzlich zeige das 2024 gestartete Effizienzprogramm „CORE“ Wirkung. Der Konzern verfolgt ein konsequentes Automatisierungs- und Digitalisierungsprogramm. Im ersten Halbjahr 2026 investierte FACC weitere 6,0 Millionen Euro in entsprechende Technologien, um Produktionsprozesse effizienter zu gestalten und die Qualität zu steigern.

„Mit jeder Verbesserung unserer Prozesse schaffen wir die Grundlage für langfristig profitables Wachstum und kommen unserem Ziel einer EBIT-Marge von über 8 Prozent konsequent näher“, erklären CEO Robert Machtlinger und CFO Florian Heindl.

Erstmals über eine Milliarde Euro Umsatz

Das Management konkretisierte den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr auf Basis der aktuellen Nachfrage. Demnach rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzwachstum zwischen 10 und 15 Prozent und erstmals mit einem Jahresumsatz von über einer Milliarde Euro. Parallel dazu peilt das Unternehmen eine weitere Steigerung der Profitabilität an. Für das Gesamtjahr wird eine EBIT-Marge zwischen 5,25 und 6,25 Prozent erwartet.

Quelle: https://ooe.orf.at/stories/3367571/

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