Falsch entsorgte Akkus lösen Brände aus

Pia Prodinger
Batterie im Restmüll mit Feuergefahr und Batterie-Sammelstelle mit Lithium, Nickel, Kobalt
© Mit KI (Gemini) generiert

Batterien und Akkus gehören nicht in den Restmüll. Landen sie dort, drohen durch Kurzschlüsse Brände in Müllfahrzeugen und Sortieranlagen. Besonders Lithium-Ionen-Akkus sind brandgefährlich.

Ob in Smartphones, E-Bikes, Spielzeug oder elektrischen Zahnbürsten – Batterien und Akkus sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Doch wenn sie beschädigt sind oder am Ende ihrer Lebensdauer falsch entsorgt werden, können sie erhebliche Gefahren verursachen. Vor allem Lithium-Akkus stellen ein hohes Brandrisiko dar und dürfen keinesfalls im Restmüll landen.

Kurzschlüsse verursachen Brände

Jahr für Jahr werden zahlreiche Batterien und Akkus fälschlicherweise in Restmüll-, Papier- oder Verpackungstonnen geworfen. Dort kann es durch Druck, Beschädigungen oder Kontakt mit Metallgegenständen zu Kurzschlüssen kommen. Die Folge: Brände in Müllfahrzeugen, Sortieranlagen oder Abfallbehandlungsanlagen.

Auch in den eigenen vier Wänden besteht Gefahr. Werden alte Batterien und Akkus lose in Schubladen, Kartons oder Kunststoffbehältern aufbewahrt, können sich die Pole berühren. Das kann zu starker Hitzeentwicklung und im schlimmsten Fall zu einem Brand führen.

Lithium-Akkus besonders gefährlich

Besonders kritisch sind beschädigte Lithium-Ionen-Akkus, wie sie in Smartphones, Notebooks, Werkzeugen, E-Bikes oder Spielzeugen verbaut sind. Bei Beschädigung, Überhitzung, Produktionsfehlern oder unsachgemäßem Laden können sie in einen sogenannten thermischen Durchgehprozess geraten. Dabei steigt die Temperatur im Inneren des Akkus innerhalb weniger Sekunden unkontrolliert an.

Es entstehen brennbare Gase, die sich entzünden oder sogar explosionsartig freisetzen können. Die Folge sind oft heftige Brände, starke Rauchentwicklung und giftige Gase. Besonders gefährdet sind Akkus, die heruntergefallen, aufgebläht oder mit ungeeigneten Ladegeräten geladen wurden.

Richtige Entsorgung schützt und schont Ressourcen

Batterien und Akkus enthalten wertvolle Rohstoffe wie Lithium, Nickel, Kobalt oder andere Metalle, die durch fachgerechtes Recycling wiederverwendet werden können. Wer seine Altbatterien und Akkus korrekt entsorgt, leistet nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Brandschutz und zur eigenen Sicherheit, sondern auch zum Umwelt- und Ressourcenschutz.

Alte Gerätebatterien und ausgediente unbeschädigte Akkus können überall dort kostenlos zurückgegeben werden, wo Batterien verkauft werden. Dafür stehen Batteriesammelboxen in Supermärkten, Drogerien und Baumärkten bereit. Auch der Wertstoffhof nimmt die kaputten Stromspeicher entgegen. Größere oder beschädigte Akkus sowie Elektrogeräte mit eingebauten Akkus gehören auf jeden Fall zum Wertstoffhof gebracht.

Auch Elektrogeräte mit fest verbauten Akkus dürfen niemals in den Restmüll. Viele dieser Geräte enthalten Batterien oder Akkus, die auf den ersten Blick gar nicht erkennbar sind. Dazu zählen beispielsweise Grußkarten mit Soundfunktion, blinkende Kinderschuhe, elektrische Zahnbürsten oder Spielzeuge.

So lagert man Batterien sicher

Alte Batterien und Akkus sollten möglichst rasch zur Sammelstelle gebracht und nicht über längere Zeit zuhause gelagert werden. Sie sollten trocken, vor Hitze geschützt und außerhalb direkter Sonneneinstrahlung aufbewahrt werden. Zur vorübergehenden Sammlung eignet sich ein leeres Glas mit Schraubdeckel, der nicht luftdicht verschlossen wird.

Sichtbare Kontakte und Pole von Lithium-Akkus sowie Blockbatterien sollten vor der Lagerung und Entsorgung mit Klebeband abgeklebt werden, um Kurzschlüsse zu verhindern. Akkus dürfen niemals gemeinsam mit Schlüsseln, Münzen oder anderen Metallgegenständen aufbewahrt werden – Kurzschlussgefahr.

Richtiges Laden verhindert Unfälle

Beim Laden sollten nur Original-Ladegeräte oder vom Hersteller freigegebene Ladegeräte verwendet werden. Akkus sollten möglichst nicht unbeaufsichtigt laden. Besonders bei größeren Akkus, etwa von E-Bikes, empfiehlt sich regelmäßige Kontrolle.

Beim Laden sollte ausreichend Abstand zu brennbaren Materialien wie Papier, Textilien oder Möbeln gehalten werden. Beschädigte oder aufgeblähte Akkus dürfen nicht mehr verwendet und keinesfalls mehr an ein Ladegerät angeschlossen werden. Sie sollten umgehend fachgerecht im Wertstoffhof entsorgt werden.

Quelle: https://www.stmartin.at/Kleiner_Akku_-_grosse_Gefahr

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