Fellner übt scharfe Kritik an SPÖ-Bundespartei

Der Kärntner Landeshauptmann Daniel Fellner (SPÖ) hat die Bundespartei wegen schlechter Umfragewerte attackiert. 15 Prozent seien bereits das Niveau einer Kleinstpartei, sagte er im ORF-Sommergespräch.
Daniel Fellner (SPÖ), Landeshauptmann von Kärnten, hat am Dienstag im ORF-Kärnten-Sommergespräch deutliche Worte an die Bundespartei gerichtet. Angesichts schwacher Umfragewerte zeigte er sich besorgt: „Ich halte 15 Prozent schon für eine Kleinstpartei“, erklärte er. Die Situation stimme ihn „sehr, sehr traurig“.
Besonders kritisch äußerte sich Fellner darüber, dass seine Sorge offenbar nicht ausreichend geteilt werde. Er habe das Gefühl, dass die Bundespartei die Problematik nicht im selben Ausmaß wahrnehme wie er.
Zukunft der Parteispitze offen
Zur Frage, ob Andreas Babler der richtige Parteivorsitzende sei, äußerte sich Fellner zurückhaltend. „Er ist jetzt unser Parteivorsitzender, alles andere werden wir parteiintern klären“, sagte der Landeshauptmann. Einen Austausch der Nummer eins halte er derzeit nicht für zielführend, die Probleme seien umfassender und müssten grundsätzlich angegangen werden.
Wer die SPÖ als Spitzenkandidat in die kommende Nationalratswahl führen werde, sei jedenfalls noch nicht entschieden. „Vielleicht ist es Andreas Babler, vielleicht ist es jemand anderer“, so Fellner. Sollten die Umfragen kurz vor der Nationalratswahl weiterhin bei 15 Prozent liegen, wäre das für ihn die „Deadline“.
Quelle: APA
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