Ferien ohne Handy: Tipps für mehr gemeinsame Erlebnisse

Smartphones gehören für viele Kinder und Jugendliche mittlerweile zum Reisegepäck. Die Ferienzeit bietet jedoch eine gute Gelegenheit, bewusst Abstand vom Bildschirm zu nehmen und gemeinsame Aktivitäten in den Vordergrund zu stellen.
Für zahlreiche Kinder und Jugendliche ist das Smartphone inzwischen ein fixer Bestandteil des Reisegepäcks. Häufig wirkt es unverzichtbar. Doch gerade die Ferienzeit ermöglicht es, bewusst Distanz zum Bildschirm zu schaffen und gemeinsame Momente wieder stärker zu erleben.
Praktische Tipps für den Familienalltag
Um den Smartphone-Konsum in der Familie zu reduzieren, empfehlen sich mehrere Ansätze. Klare Vereinbarungen helfen dabei: Beispielsweise sollte das Handy beim Essen für alle Familienmitglieder tabu sein. Erwachsene sollten dabei als Vorbild fungieren, denn Kinder orientieren sich an ihrem Verhalten und achten darauf, ob auch die Eltern die vereinbarten Regeln einhalten.
Statt strikter Verbote ist Verständnis gefragt. Smartphones liefern schnelle Reize und Belohnungen, sogenannte „Dopamin-Kicks“. Ruhigere Beschäftigungen wie Lesen erscheinen dadurch oft weniger attraktiv. Aktivitäten sollten daher spannend gestaltet werden: Statt „Wir gehen wandern“ motiviert „Wir suchen den versteckten Wasserfall!“ durch Abenteuer und Neugier.
Langeweile sollte zugelassen werden, denn sie fördert Kreativität, Motivation und bietet Erholung von ständigen Reizen. Bei Jugendlichen funktionieren gemeinsame Absprachen meist besser als Verbote. Zudem verliert das Handy oft an Bedeutung, wenn Freundinnen und Freunde dabei sind und die Gemeinschaft gestärkt wird.
Wenn das Handy doch einmal wichtiger erscheint, empfiehlt sich eine ruhige Reaktion: „Ich verstehe, dass das spannend ist – ich möchte jetzt aber Zeit mit dir verbringen.“
Aktivitäten für unvergessliche Ferienmomente
Bestimmte Aktivitäten bleiben oft länger in Erinnerung als Videos oder endloses Scrollen. Reale Abenteuer wie ein Picknick im Grünen, eine Nachtwanderung mit Taschenlampen, eine Schatzsuche oder ein Besuch im Hochseilgarten bieten sich an.
Auch sportliche Aktivitäten sorgen für Abwechslung: Ein Familien-Fußballturnier, Mini-Wettkämpfe oder ein gemeinsamer Kletterkurs bringen Bewegung in die Ferien. Mit Überraschungseffekt funktioniert ein gemeinsamer „Ja-Tag“, bei dem jede Person einmal den Tagesplan bestimmen darf.
Gemeinsame Projekte wie der Bau einer Seifenkiste, das Reparieren von Fahrrädern oder alten Geräten sowie kreative Vorhaben für Garten oder Balkon fördern das Miteinander.
Das Ziel sollte nicht sein, einen Urlaub unter Druck komplett handyfrei zu gestalten. Am wichtigsten ist, dass Kinder und Erwachsene gemeinsam schöne Erlebnisse haben, an die sie noch lange denken.
Quelle: https://www.puehret.ooe.gv.at/Weniger_Bildschirm_-_mehr_Abenteuer_in_den_Ferien
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