Festival „Fabelhaft Niederösterreich“ feiert 20. Jubiläum

Mathias FischerMathias Fischer
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Das Erzählfestival „Fabelhaft Niederösterreich“ begeht heuer sein 20-jähriges Bestehen. Unter dem Motto „TRÄUME #dreamstories: Zwischen Vision und Wirklichkeit“ gastiert es vom 7. bis 15. November an zwei Standorten, so eine Aussendung.

Folke Tegetthoff und der damalige Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) initiierten das Festival im Jahr 2007. „Ich wusste damals schon, Niederösterreich ist ein Kultur-Schlaraffenland“, erklärte Festivalgründer und Erzähler Tegetthoff am Montag bei einer Pressekonferenz im Palais Niederösterreich in Wien. Seither findet die Veranstaltung jährlich statt.

Erstmals in Eggenburg, dann in Bad Schönau

Heuer lädt das Festival dazu ein, „Träumen neu zu begegnen – als kreative Kraft, als leiser Anstoß oder als mutiger erster Schritt“. Vom 7. bis 9. November macht es erstmals Station im Krahuletz-Museum in Eggenburg. „Unsere Ausstellung ‚Märchen, Mythen und Legenden' sowie lebendige Erzählkunst ergänzen sich perfekt. Wir erweitern damit historische Grenzen und die Wahrnehmung mit allen Sinnen“, sagte Susanne Stökl, Direktorin des Museums.

Vom 12. bis 15. November geht „Fabelhaft Niederösterreich“ im Sconarium Bad Schönau weiter. Auf dem Programm stehen unter anderem „Die Lange Nacht der Geschichten“, bei der Künstlerinnen und Künstler durch Musik, Erzählkunst, Schauspiel und Artistik das Thema „Träume“ in all seinen Facetten neu interpretieren, ein „Story Dinner“ sowie ein „Großes Fest im fabelhaften Ort – ein magisches Herbstmärchen“.

„Schule des Zuhörens“ als Herzensprojekt

Fixer Bestandteil des Festivals ist heuer wieder der Erzählvortrag „Schule des Zuhörens“, den Gründer Tegetthoff am Montag als „Herzensprojekt“ bezeichnete. „Gerade in diesem gigantischen Paradigmenwechsel, in dem wir jetzt stehen und der unser Kommunikationsverhalten total auf den Kopf stellen wird, ist es umso wichtiger, zu zeigen, dass es die direkte Kommunikation ist, die unser Menschsein ausmacht“, betonte er.

Auch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) hob die „Schule des Zuhörens“ am Montag besonders hervor: „Nur weil wir ständig über Social Media, per WhatsApp oder SMS miteinander kommunizieren, heißt das noch lange nicht, dass wir einander auch zuhören. Dabei beginnen genau dort das gegenseitige Verständnis und ein friedliches Miteinander.“

Seit 2007 haben laut Aussendung bereits mehr als 150.000 Menschen in zwölf Ländern an knapp tausend Workshops rund um die „Schule des Zuhörens“ teilgenommen, mehr als 400 davon in Niederösterreich. Im Jubiläumsjahr erreicht die Initiative 20 niederösterreichische Bildungseinrichtungen.

Zusammenarbeit wird verlängert

Die Landeshauptfrau betonte weiters, dass Bad Schönau als Heimat des Festivals zeige, „dass auch kleine Gemeinden große kulturelle Strahlkraft entwickeln können“. Der Ort mit rund tausend Einwohnerinnen und Einwohnern begrüße jährlich rund 1.500 Festivalgäste.

Das Festival sei „ein fester Bestandteil der niederösterreichischen Kulturlandschaft“, so Mikl-Leitner. Deshalb werde man die Zusammenarbeit mit dem Festival um weitere zwei Jahre verlängern, kündigte sie an. Es biete Künstlerinnen und Künstlern aus aller Welt eine Bühne und bringe Menschen unterschiedlichster Generationen zusammen.

Quelle: https://noe.orf.at/stories/3375928/

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