Festspielhaus-Sanierung: Festspiele verweigern Auskunft

Die Salzburger Festspiele haben eine Anfrage der KPÖ nach dem Informationsfreiheitsgesetz zu den Kosten der Festspielhaus-Sanierung abgelehnt. Über günstigere Varianten des Projekts wird weiterhin keine Auskunft erteilt.
Die Salzburger Festspiele haben eine Anfrage der KPÖ nach dem Informationsfreiheitsgesetz beantwortet – allerdings ohne konkrete Angaben zu machen. Zu den genauen Kosten der Festspielhaus-Sanierung würden keine Informationen gegeben, da das Geheimhaltungsinteresse überwiege, heißt es in der Antwort.
Die Kosten für das Sanierungsprojekt sind in den vergangenen Jahren massiv gestiegen. Ursprünglich waren 263 Millionen Euro veranschlagt worden, später wurden daraus 330 Millionen, dann über eine halbe Milliarde. Der Rechnungshof geht in einem Rohbericht sogar von bis zu 635 Millionen Euro aus, wie das Magazin Profil im Sommer aufgedeckt hat.
Zweitteuerste von sieben Varianten gewählt
Das von der ÖVP dominierte Festspiel-Kuratorium hat die zweitteuerste von sieben Varianten gewählt. Die günstigeren Alternativen hält man weiterhin vor der Öffentlichkeit geheim.
„Dass die Festspielhäuser saniert gehören, steht außer Frage. Aber muss es unbedingt die Luxusvariante sein?“, sagt Klubobfrau Natalie Hangöbl. Die ÖVP-Verantwortlichen Haslauer und Preuner hätten sich laut Bundesrechnungshof für die zweitteuerste von sieben Varianten entschieden. „Die günstigeren Alternativen werden bis heute streng geheim gehalten. Aber warum eigentlich? Was haben die ÖVP-Verantwortlichen zu verbergen?“, so Hangöbl.
Stadtrechnungshof prüft vertieft
Eine vertiefte Prüfung beim Stadtrechnungshof hat der KPÖ-Gemeinderatsklub im Sommer in Auftrag gegeben. Der Bericht des Bundesrechnungshofs soll im Oktober folgen. Offen ist, ob er dem Rätselraten ein Ende bereitet.
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