Festung Kufstein kämpft um Sieg bei ORF-Show

Mona HopfingerMona Hopfinger
Festung Kufstein mit Orgel und Bergkulisse, Schafe auf der Wiese
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Festung Kufstein bewirbt sich um den Sieg bei der großen ORF-Show am Nationalfeiertag. Als Vertreter des Tiroler Wahrzeichens reist Ski-Olympiasieger Benjamin Raich gemeinsam mit Daniela Schmiderer nach Wien, so der ORF.

Die Festung Kufstein tritt am Nationalfeiertag in ORF 2 an, um ganz Österreich von sich zu überzeugen. Benjamin Raich, ehemaliger Ski-Olympiasieger, Weltmeister und Gesamtweltcupsieger, vertritt gemeinsam mit Daniela Schmiderer das Tiroler Wahrzeichen bei der großen Show in Wien. Eine 20-köpfige Delegation begleitet die beiden Vertreter.

Für Raich symbolisiert die Festung Verwurzelung und Heimat. Der Ex-Ski-Star zeigt sich begeistert von der massiven Bauweise, die bis heute erhalten und teilweise stilvoll restauriert wurde.

Von der umkämpften Burg zum Ausflugsziel

Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Anlage als Burg im Jahr 1205. Was heute ein beliebtes Ausflugsziel für Gäste aus dem In- und Ausland darstellt, war früher ein heftig umkämpftes Objekt zwischen Tirol und Bayern. 1504 fiel Kufstein an das Haus Habsburg.

Kaiser Maximilian I. eroberte die Festung mithilfe der zwei mächtigen Kanonen „Purlepaus“ und „Weckauf“. Anschließend ließ er die Gemäuer umfassend ausbauen. Ein Teil der Festung ist noch im Original erhalten, darunter der Dachboden des Kaiserturms aus der Zeit Kaiser Maximilians. Nach dem Ersten Weltkrieg verkaufte die Republik Österreich die Festung an die Stadt Kufstein, die seit 1924 Eigentümerin ist.

Weltrekord-Bar im mittelalterlichen Stollensystem

Tief im Berg unterhalb der Festung befindet sich seit dem Mittelalter ein Stollensystem. Es wurde vor hunderten Jahren errichtet, um bei konstant niedriger Temperatur Getränke zu kühlen und zu lagern. Mittlerweile hat der Stollen eine andere Funktion: Er wurde zu einer Bar umgebaut. Im Guinnessbuch der Rekorde steht, dass dort die größte Gin-Sammlung der Welt zu finden ist.
Während man im Festungsberg feiert, wird im Vereinsheim des Trachtenvereins „Koasara” getanzt und geprobt. Der Verein ist stolz, dass er sein Vereinslokal auf dem Wahrzeichen von Kufstein betreibt. Kinder und Erwachsene helfen dort mit. Sie wollen Brauchtum und Tracht bewahren und vor allem die Gemeinschaft leben.

Heldenorgel und Ouessantschafe als Besuchermagneten

Wo früher geschossen und das Land verteidigt wurde, wird heute geheiratet. Die Heldenorgel ist ein Symbol des Friedens. Tag für Tag versetzen die 4.948 Pfeifen der Heldenorgel die alten Festungsmauern um 12 Uhr in Schwingung und laden zum Innehalten ein.

Wenn der Wind gut steht, hört man die Melodien der früher größten Freiluftorgel der Welt bis nach Bayern. Die Orgel ist allen Heldinnen und Helden gewidmet, den früheren, den heutigen und den zukünftigen.
Auf der Festungsanlage mäht kein Rasenmäher den Rasen. Das übernehmen sehr robuste Ouessantschafe. Es sind die kleinsten Schafe der Welt. Sie ersetzen die Technik und locken außerdem viele Besucher an.
Die Festung Kufstein zeigt: Alte Mauern verlieren auch nach Jahrhunderten nicht ihren Charme, wenn Leben in ihnen steckt. Davon will sie am Nationalfeiertag in ORF 2 ganz Österreich überzeugen.

Quelle: https://tirol.orf.at/stories/3375973/

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