Feuerwehr Hausheim füllte Sandsäcke für Hochwasserschutz

Mathias FischerMathias Fischer
Bagger leert Schotter in eine Mischmaschine, während Männer in Österreich Säcke füllen.
© Peter Schuster

Ende Juni organisierten die Freiwilligen Feuerwehren in Wölbling eine Sandsackfüllaktion im Feuerwehrhaus Hausheim. Bürger konnten sich kostengünstig mit Sandsäcken eindecken, während ein Vortrag moderne Hochwasserschutzsysteme vorstellte.

Im Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Hausheim wurde Ende Juni eine Aktion zum Befüllen von Sandsäcken durchgeführt. Die Initiative diente als Präventivmaßnahme für den Hochwasser- und Katastrophenschutz und wurde von den Freiwilligen Feuerwehren ins Leben gerufen. Kommandant Andreas Stockinger stand dabei an vorderster Stelle. Die Aktion war als Service für die Bevölkerung gedacht und wurde von Bürgermeister Peter Hießberger seitens der Gemeinde Wölbling unterstützt.

Interessierte konnten sich im Vorfeld bei der Gemeinde anmelden und die gewünschte Menge an Sandsäcken angeben. Dadurch war es möglich, sich günstig mit den Säcken zu bevorraten. Auch die Feuerwehr selbst nutzte die Gelegenheit und legte frisch befüllte Sandsäcke für kommende Einsätze an.

Gemeinderat David Hirschmüller übernahm den Transport des Sands von der Firma Zöchbauer zum Selbstkostenpreis. Unterstützung erhielt er von den Gemeinderäten und Feuerwehrmitgliedern Christian Kerndler und René Schwarz sowie von Kommandant Stockinger. Zahlreiche ehrenamtliche Helfer packten mit an: Florian Kerndler, Martin Burger, Gerald Burger, Franz Stockinger, Franz Nolz senior, Franz Nolz junior, Sonja Marton und Florian Halmer.

Vortrag zu mobilen Schutzsystemen

Neben der praktischen Befüllaktion gab es einen Vortrag mit Informationen zu modernen Methoden des Hochwasser- und Katastrophenschutzes. Klassische Sandsäcke bieten zwar wirksamen Schutz vor Hochwasser, erfordern aber einigen Aufwand: von der Organisation der Füllaktionen bis hin zu ehrenamtlichen Helfern für das Befüllen.

Als Ergänzung zu herkömmlichen Sandsäcken wurden mobile Hochwasserschutzsysteme präsentiert. Stefan Faktor vom Unternehmen NoFlood mit Sitz in Herzogenburg war auf Einladung von Bürgermeister Hießberger vor Ort und stellte ein Stecksystem vor. Das System ermöglicht einen schnellen Auf- und Abbau. Die leichten Elemente bestehen aus ABS-Kunststoff in L-Form und sind in verschiedenen Höhen verfügbar. Eine Dichtlippe sorgt für optimalen Schutz, das geringe Gewicht der Kunststoffelemente ist ein weiterer Vorteil.

Das Angebot richtet sich an Gemeinden, Feuerwehren und Privatpersonen. Der Schutzwall lässt sich in kurzer Zeit aufbauen, wodurch im Ernstfall Zeit gewonnen und die Feuerwehr entlastet wird. Für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Hausheim und die anwesenden Bürger verband die Veranstaltung praktische Vorsorge mit Informationen zu zeitgemäßen Hochwasserschutzmaßnahmen.

Quelle: https://woelbling.at/sandsaeckefuellaktion-juni-2026

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