Feuerwehr-Prozess: Kommandant soll Gelder veruntreut haben

Vor Gericht müssen sich am Donnerstag der frühere Kommandant und der frühere Kassier der Freiwilligen Feuerwehr Marchtrenk verantworten. Die Staatsanwaltschaft legt ihnen mehrere Delikte zur Last, so der ORF.
Bei der Verhandlung soll Schritt für Schritt geklärt werden, wie die beiden Beschuldigten mit den Mitteln der Feuerwehr umgegangen sind. Laut Anklage haben sie unter anderem Fahrzeuge, die hauptsächlich privat genutzt wurden, über die Feuerwehrkasse finanziert. Auch eine gefälschte Rechnung eines Hotels soll der Feuerwehr in Rechnung gestellt worden sein.
Darüber hinaus soll Wasser im Wert von mehr als 8.000 Euro zum Befüllen von Pools verwendet worden sein, ohne dass dies erfasst wurde. Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Männern außerdem vor, Sterbegelder in Höhe von 1.600 Euro nicht an die Angehörigen verstorbener Mitglieder weitergegeben zu haben. Diese Zahlungen werden vom Bundesfeuerwehrkommando beim Tod aktiver Mitglieder geleistet.
Schwerer Betrug und Untreue vorgeworfen
Die Vorwürfe umfassen schweren Betrug, Untreue und Diebstahl. Im Rahmen des Prozesses werden auch Mitglieder der Feuerwehr sowie Beschäftigte der Stadt Marchtrenk als Zeugen aussagen. Den beiden Angeklagten droht eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren. Die Verhandlung ist auf einen Tag angesetzt.
Worüber spricht Wels-Land morgen?
Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.
Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.