Feuerwehrjugend Seekirchen absolvierte 24-Stunden-Übung

Pia ProdingerPia Prodinger
Jugendfeuerwehr und Rettungsteam mit Boot am See in Österreich
© ff-seekirchen.at

Ein ganzes Wochenende lang erlebten die Jugendlichen der Feuerwehr Seekirchen den Alltag einer aktiven Einsatztruppe. Von Samstagnachmittag bis Sonntagmittag standen Schulungen, Alarmierungen und realistische Einsatzszenarien auf dem Programm.

Die Feuerwehrjugend Seekirchen hat am Wochenende eine 24-Stunden-Übung absolviert. Dabei lernten die Jugendlichen den Dienst rund um die Uhr kennen – inklusive Schulungen, Alarmierungen, Einsatzszenarien und wenig Schlaf.

Schulungen und spektakuläre Demonstrationen am Samstag

Nach dem Bezug des Nachtlagers und der Einweisung startete der Samstagnachmittag mit einer Schulung zu Brandeinsätzen und technischen Einsätzen. Anschließend folgte eine praktische Vorführung einer Fettexplosion, bei der die Jugendlichen sahen, warum brennendes Fett niemals mit Wasser gelöscht werden darf.

Wasserrettung-Boot mit vier Kindern und zwei Erwachsenen am See in Oberösterreich

Zusätzlich wurde demonstriert, was passiert, wenn Gaskartuschen und Spraydosen wie Deos großer Hitze ausgesetzt werden. Die Demonstration zeigte, welche versteckten Gefahren im Brandeinsatz lauern können.

Auf dem Programm stand auch der Umgang mit verschiedenen Feuerlöschertypen. Mit Schaum- und Pulverlöschern probierten die Teilnehmer aus, welcher Löscher für welche Brandklasse geeignet ist und wie er richtig eingesetzt wird.

Realistische Einsatzszenarien am Abend

Nach selbstgemachten Wraps stand am Abend der Höhepunkt der Übung auf dem Programm: ein Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person und Fahrzeugbergung sowie eine Personensuche in einem Bauernhaus. Die beiden Gruppen meisterten die Szenarien abwechselnd in rund eineinhalb Stunden.

Feuerwehrübung am See mit Löschangriff und Rettungsbooten auf Holzsteg in Oberösterreich

Vom Absichern der Unfallstelle über die Fahrzeugbergung bis hin zum systematischen Durchsuchen von Räumen und Nebengebäuden war voller Einsatz gefragt. Anschließend begann um 21.30 Uhr eine Schnitzeljagd mit sechs Stationen, bei der Teamarbeit, Ortskenntnis und feuerwehrtechnisches Fachwissen im Mittelpunkt standen.

Früher Weckruf und Wasserrettung am Sonntag

Um 05.45 Uhr wurden die Jugendlichen durch einen Hausalarm geweckt. Nach dem Frühstück standen Wasserrettung und Bootsfahren sowie eine Übung zum Ansaugen aus einem offenen Gewässer mit mehreren Fahrzeugen auf dem Programm.

Am Vormittag standen Arbeiten aus dem Einsatzalltag an: Fahrzeugpflege, Abbau des Nachtlagers und Wasserversorgung. Bei einem Rundgang erhielten die Teilnehmer Informationen über die Standorte der nächstgelegenen Über- und Unterflurhydranten sowie deren richtige Nutzung.

Das Mittagessen wurde erneut per Hausalarm angekündigt. Bei der abschließenden Nachbesprechung wurde das Wochenende gemeinsam reflektiert, bevor die Übung um 13.30 Uhr offiziell endete.

Die Organisatoren lobten die Jugendlichen für ihren Einsatz, ihre Ausdauer und die Kameradschaft. Dank galt auch den Jugendbetreuern und allen Helferinnen und Helfern, die das Wochenende geplant, vorbereitet und begleitet haben.

Quelle: https://ff-seekirchen.at/24-stunden-im-einsatz

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