FH Joanneum forscht in der Arktis bis 2. August

Studierende und Lehrende der FH Joanneum führen bis 2. August wissenschaftliche Messungen und technische Forschungsprojekte unter arktischen Bedingungen durch. Die Expedition findet an der Tarfala Research Station in Schweden statt.
Das Arctic-Expedition-Team der FH Joanneum forscht im Rahmen eines Erasmus+-Austauschs mit der Universität Stockholm an der Tarfala Research Station. Die Station liegt am Fuß des Kebnekaise, des höchsten Bergs in Schweden, weit über der Baumgrenze.
Die Forschungsstation gilt als einer der bedeutendsten Standorte für glaziologische und klimawissenschaftliche Forschung in Skandinavien. Seit Jahrzehnten werden dort Gletscher und ihre Veränderungen untersucht, was wichtige Beiträge zur internationalen Klimaforschung liefert.
Eigene Projekte und Einblicke in laufende Forschung
Neben eigenen Forschungsprojekten ist das Team auch in die wissenschaftlichen Arbeiten des Stationsteams eingebunden. Die Studierenden erhalten dadurch Einblicke in laufende Forschung, unter anderem in Glaziologie und Klimawissenschaften. Der fachliche Austausch mit Forschenden der Universität Stockholm ergänzt die praxisorientierte Ausbildung und stärkt die internationale Zusammenarbeit.
Von Aerostat bis Science Communication
Im Mittelpunkt der Expedition steht die Umsetzung eigener Forschungsprojekte unter realen Extrembedingungen. Expeditionsleiter Stefan Muckenhuber erklärt, die Projekte reichten von A wie Aerostat über B wie Black Carbon Monitoring bis S wie Science Communication.
Die interdisziplinären Teams aus den Studienbereichen Data Science, Luftfahrt/Aviation, Industrial Management, Electronic Engineering, Energie und Umwelt sowie Kommunikation arbeiten gemeinsam an innovativen Lösungen. Im Vordergrund stehen die Bereiche Batteriesystem-Management, Sensorik, energieeffiziente Datenübertragung, Drohnentechnologie und Luftqualitätsmessung.
Holger Friehmelt, Institutsleiter Luftfahrt, betont: „Ziel ist es, technische Anwendungen für den Einsatz in anspruchsvollen Umgebungen weiterzuentwickeln und gleichzeitig Daten zu gewinnen, die zur Klima- und Umweltforschung beitragen.“
Dokumentation über Social Media und Pressearbeit
Die Expedition verbindet Forschung, Lehre und Wissenschaftskommunikation. Das Kommunikationsteam dokumentiert die Reise über Pressearbeit und Social Media und macht die Forschungsaktivitäten für die Öffentlichkeit nachvollziehbar.
Die Rückkehr des Teams nach Graz ist für 2. August 2026 geplant. Anschließend werden die erhobenen Daten gemeinsam mit den wissenschaftlichen Partnern ausgewertet und in Forschungsprojekte sowie in die Lehre der FH Joanneum eingebunden. Die Erfahrungen aus der Expedition bilden zugleich die Grundlage für künftige Kooperationen und weitere Forschungsaktivitäten im Bereich der Polar- und Klimaforschung.
Quelle: OTS
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