FH Joanneum veranstaltete europäisches Bildungsforum

Von 7. bis 9. September 2026 fand an der FH Joanneum in Graz das Forum on Vocational Excellence statt. Rund 400 Fachleute aus Bildung, Wirtschaft, Politik und internationalen Organisationen diskutierten über die Zukunft der beruflichen und dualen Bildung in Europa.
An der FH Joanneum in Graz trafen sich von 7. bis 9. September 2026 etwa 400 Expert:innen, um über erfolgreiche Bildungsmodelle und deren Weiterentwicklung zu sprechen. Das Forum on Vocational Excellence (COVE) 2026 brachte Vertreter:innen aus Bildungseinrichtungen, Unternehmen, Politik und internationalen Organisationen zusammen.
Best-Practice-Beispiele und Podiumsdiskussionen
Im Zentrum der Konferenz standen Beispiele aus der beruflichen und Hochschulbildung sowie die Frage, wie duale Bildungsmodelle die Wettbewerbsfähigkeit von Regionen fördern können. Keynotes und Podiumsdiskussionen mit Vertreter:innen der Europäischen Kommission, der österreichischen Politik, der Wirtschaftskammer Steiermark sowie aus dem Bereich internationale berufliche Bildung bildeten die Programmschwerpunkte.
Diskutiert wurden aktuelle Herausforderungen und Zukunftsperspektiven einer exzellenten beruflichen und dualen Bildung. Auch die Rolle regionaler Kompetenznetzwerke – sogenannte Centres of Vocational Excellence (COVEs) – stand auf der Agenda. Den Teilnehmer:innen wurden Synergien zwischen beruflicher Bildung und Hochschulbildung aufgezeigt und Möglichkeiten für eine engere Zusammenarbeit präsentiert.
Exkursionen zu Unternehmen und Bildungseinrichtungen
Ergänzt wurde das Programm durch Exkursionen zu Unternehmen und Bildungseinrichtungen. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in die praxisorientierte Lehre und Forschung an der FH Joanneum, am Talent Center der Wirtschaftskammer Steiermark, an Schulen wie der HTL Bulme Graz-Gösting und der Landwirtschaftlichen Fachschule Grottenhof sowie in Unternehmen wie Anton Paar und Siemens.
Austausch zwischen COVEs und EU4Dual
Ein besonderer Fokus lag auf dem Austausch zwischen den Centers of Vocational Excellence und der Europäischen Hochschulallianz EU4Dual. Die FH Joanneum brachte als Mitveranstalterin ihre Expertise in der praxisorientierten Hochschulbildung und im Bereich dualer Studiengänge ein. Als Mitglied von EU4Dual engagiert sich die Hochschule für die Weiterentwicklung dualer Hochschulbildung. Ziel ist es, innovative Bildungsmodelle zu entwickeln, den Wissenstransfer zwischen Hochschulen und Unternehmen zu stärken und Studierenden internationale Lern- und Praxiserfahrungen zu ermöglichen.
Eröffnung durch hochrangige Vertreter:innen
Das jährlich stattfindende Forum wurde gemeinsam mit EU4Dual organisiert. Eröffnet wurde die Veranstaltung unter anderem von Antonia Herunter, Mitglied des Bundesrates, Josef Herk, Präsident der Wirtschaftskammer Steiermark, Jon Altuna, Vizepräsident der Europäischen Vereinigung von Institutionen im Hochschulwesen (EURASHE) und EU4Dual-Koordinator, Kai Schmidt-Eisenlohr, EU4Dual-Generalsekretär, sowie Corinna Engelhardt-Nowitzki, Rektorin (FH) und wissenschaftliche Geschäftsführerin der FH Joanneum, und Martin Payer, kaufmännischer Geschäftsführer der FH Joanneum.
Stimmen zur Veranstaltung
Antonia Herunter betonte: „Menschliches Kapital ist der entscheidende Wettbewerbsvorteil – für den Standort Steiermark ebenso wie für ganz Europa. Die passende Ausbildung zum richtigen Zeitpunkt eröffnet Menschen aller Altersgruppen die Möglichkeit, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten und eine erfolgreiche Zukunft aufzubauen.“ Der Wissensaustausch im Rahmen des Forums trage entscheidend dazu bei.
Josef Herk erklärte, der Wirtschaftsstandort Steiermark lebe von den Talenten und der Qualifikation seiner Menschen. „Bildung und Weiterbildung sind deshalb keine Kür, sondern das Fundament unserer Wettbewerbsfähigkeit“, so Herk. Das COVE-Forum sei ein wichtiger Schritt gewesen, um von den besten Bildungsmodellen Europas zu lernen und die Stärken der dualen Ausbildung sichtbar zu machen.
Kai Schmidt-Eisenlohr hob hervor, dass das Forum verdeutlicht habe, dass berufliche Ausbildung und akademisches Studium heute vor denselben zentralen Herausforderungen stehen. „Für die Bildung von morgen ist eine tiefgreifende Integration von Praxispartnern wie der Industrie unverzichtbar“, sagte Schmidt-Eisenlohr. Es sei inspirierend gewesen, in Graz so viele wegweisende Ansätze zu erleben.
Martin Payer und Corinna Engelhardt-Nowitzki betonten, das Forum habe internationale Akteur:innen aus Bildung, Wirtschaft und Politik zusammengebracht und damit einen starken Impuls für die Weiterentwicklung einer zukunftsfähigen Bildung gesetzt. Die intensiven Diskussionen hätten deutlich gemacht, dass Europas Fachkräfteentwicklung neue Formen der Zusammenarbeit brauche.
Roswitha Wiedenhofer, Leiterin der Abteilung Forschungsorganisation & -services der FH Joanneum und Leiterin der Allianz EU4Dual an der FH Joanneum, erklärte, das Forum habe gezeigt, wie wertvoll der Austausch zwischen Berufsbildung, Hochschulbildung, Wirtschaft und Politik für die Kompetenzentwicklung in Europa sei. Aufbauend auf diesen Impulsen starte man eine Reihe europäischer Policy-Dialoge zu Bildungsinstrumenten, Qualitätssicherung und Finanzierung.
Doris Kiendl, Leiterin des Instituts International Management and Entrepreneurship, betonte, als Zukunftshochschule sei der Dialog mit allen Stakeholder:innen im Ökosystem von Bildung, Wirtschaft und Gesellschaft ein großes Anliegen. Das COVE-Forum sei eine hervorragende Gelegenheit gewesen, viele Akteur:innen dieses Ökosystems aus ganz Europa in die Steiermark zu bringen.
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