Filmtour zeigt Gemeinden als Vorreiter im Bodenschutz

Nach dem heißesten Sommer der Messgeschichte startet heute eine Österreich-Tour mit einem Film über Ortskernbelebung und Klimaanpassung. Vier Gemeinden zeigen, wie Bodenschutz und lebendige Zentren zusammenpassen.
Der Sommer 2026 war der heißeste seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Durchschnittstemperatur lag laut GeoSphere Austria um 2,6 Grad über dem Klimamittel der Jahre 1991 bis 2020, österreichweit fiel rund ein Drittel weniger Niederschlag. Für Gemeinden stellt sich damit verstärkt die Frage, wie Ortszentren trotz zunehmender Hitze und Trockenheit lebenswert bleiben können, ohne immer mehr Flächen zu verbauen.
Das vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft finanzierte Projekt „KERNSTÜCK – Ortskernrettung und Bodenschutz in Gemeinden“ setzt genau hier an. Ein 75-minütiger Film porträtiert vier österreichische Gemeinden und zeigt, wie Bodenschutz, Klimaanpassung und Ortskernbelebung miteinander verknüpft werden können.
Österreich-Tour startet in Seeham
Die Österreich-Tour beginnt am 11. September 2026 in Seeham. In den vier porträtierten Gemeinden Seeham, Zellerndorf, Gallneukirchen und Villach wird der Film öffentlich gezeigt und anschließend mit den handelnden Personen diskutiert. Weitere Vorführungen sind in Baden und Raiding geplant. Der Film kann über das Klimabündnis auch für Veranstaltungen in weiteren Gemeinden angefragt werden.
„Lebendige Ortskerne, mehr Grün- und Schattenflächen, das Nutzen bestehender Gebäude und weniger versiegelte Flächen machen unsere Gemeinden fit für die Herausforderungen des Klimawandels – und sie erhöhen die Lebensqualität der Menschen“, sagte Umwelt- und Klimaschutzminister Norbert Totschnig.
Unterschiedliche Wege, gemeinsames Ziel
Die vier Gemeinden im Film zeigen unterschiedliche Ansätze im Umgang mit Klimawandel und Flächenverbrauch: von der klimaangepassten Gestaltung öffentlicher Räume über die Nutzung bestehender Gebäude und Brachflächen bis zu Verkehrsberuhigung, Entsiegelung, Leerstandsnutzung und bodenschonender Raumordnung.
„KERNSTÜCK will nicht die eine perfekte Lösung präsentieren. Wir wollen zeigen, was Gemeinden konkret tun können – auch wenn Geld knapp ist, Interessen aufeinandertreffen oder die Ausgangslage schwierig ist“, betonte DI Dr.in Ulrike Feichtinger, Projektleiterin beim Klimabündnis/Bodenbündnis Österreich.
Der Film zeigt nicht nur gelungene Beispiele, sondern vor allem die Menschen, die Veränderung möglich machen, und ihre Motivation.
Prominente Unterstützung
Schauspielerin Valerie Huber unterstützt das Projekt und macht auf die Bedeutung eines verantwortungsvollen Umgangs mit Boden aufmerksam. „Wir unterschätzen, wie entscheidend gesunde Böden für unsere Zukunft sind. Der Film zeigt eindrucksvoll, dass Klimaschutz und Klimaanpassung nicht nur im großen Stil stattfinden müssen – sondern direkt vor unserer Haustür beginnen und im Kleinen gedeihen“, so Huber.
Auch Paul Pizzera unterstützt die Initiative und macht mit einem eigenen Video auf das Thema Bodenschutz aufmerksam.
Tourtermine
- 11. September 2026, 20 Uhr – Seeham, Salzburg
- 15. September 2026, 18.30 Uhr – Zellerndorf, Niederösterreich
- 24. September 2026, 18.30 Uhr – Gallneukirchen, Oberösterreich
- 7. Oktober 2026, 16 Uhr – Baden, Niederösterreich
- 16. Oktober 2026, 19 Uhr – Villach, Kärnten
- 4. November 2026, 18 Uhr – Raiding, Burgenland
KERNSTÜCK ist ein Projekt des Klimabündnis Österreich/Bodenbündnis Österreich, finanziert durch das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft.
Quelle: OTS
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