Finanzstrafrechtliche Tagung im Lentos feierte Jubiläum

Im Linzer Lentos Kunstmuseum fand im Oktober die 30. Finanzstrafrechtliche Tagung statt. Im Mittelpunkt standen Beweisfragen im Spannungsfeld von Verfahren und materiellem Recht.
Die 30. Finanzstrafrechtliche Tagung wurde im Oktober 2026 im Lentos Kunstmuseum Linz abgehalten. Die Veranstaltungsreihe wird federführend von Hon.-Prof. Dr. Rainer Brandl getragen, der als Steuerberater und Partner bei LeitnerLeitner tätig ist und an der JKU Linz als Honorarprofessor im Bereich des Abgabenverfahrensrechts und Finanzstrafrechts tätig ist. Die fachliche Leitung teilt sich Brandl mit Prof. Dr. Jens Bülte von der Universität Mannheim.
Beweisführung im Fokus
Unter dem Titel „Die Kunst der Überzeugungsbildung – Beweisfragen im Spannungsfeld von Verfahren und materiellem Recht“ beschäftigte sich die diesjährige Tagung mit zentralen Fragen der Beweisführung und Beweiswürdigung im Abgaben- und Finanzstrafverfahren. Besonderes Augenmerk lag auf dem Spannungsverhältnis zwischen abgabenrechtlichen Mitwirkungspflichten und Beweiserleichterungen auf der einen Seite sowie den Verfahrensgarantien des Finanzstrafrechts auf der anderen Seite.
Weitere Themenschwerpunkte waren die Strafbarkeit zu Unrecht erklärter Verluste, Fehler bei der Beweiserhebung und -würdigung aus psychologischer Sicht sowie die wachsende Bedeutung der Verrechnungspreisdokumentation als finanzstrafrechtlicher Risikofaktor.
Forum für Wissenschaft und Praxis
Die Jubiläumstagung bot erneut eine Plattform für den Austausch zwischen Wissenschaft, steuerlicher Beratung und finanzstrafrechtlicher Praxis. Die Veranstaltungsreihe hat sich als fester Bestandteil im fachlichen Diskurs zum österreichischen Finanzstrafrecht etabliert.
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