Fischer kämpft bei Gewichtheber-WM in schwieriger Lage

Gewichtheberin Sarah Fischer tritt bei der Weltmeisterschaft in Ningbo (China) in der Klasse über 86 kg an. Die 25-jährige Niederösterreicherin sieht sich mit deutlich stärkerer Konkurrenz konfrontiert als noch zu Beginn ihrer Karriere.
Die Niederösterreicherin Sarah Fischer geht bei der Gewichtheber-WM im chinesischen Ningbo an den Start – unter deutlich erschwerten Bedingungen. In ihrer Schwergewichtsklasse über 86 kg haben kleinere Nationen aufgeholt, zudem sind nach abgelaufenen Dopingsperren weitere Athletinnen zurückgekehrt. Besonders asiatische Heberin dominieren mittlerweile die Konkurrenz.
Trotz der schwierigen Ausgangslage zeigt sich die 25-Jährige hochmotiviert. Nach langwierigen Rückenproblemen ist sie nun wieder beschwerdefrei. „Der Rücken passt super, die Vorbereitung war sehr gut. Ich möchte das Jahr mit einem guten Ergebnis abschließen“, erklärte Fischer vor ihrem Auftritt am Sonntag. Trainiert wird sie weiterhin von ihrem Vater.
Nur noch C-Gruppe bei der WM
Mit ihrer Nennmarke von 241 kg wird Fischer lediglich in der C-Gruppe antreten. Viele Konkurrentinnen bringen deutlich bessere Vorleistungen mit. Die Leistungsdichte habe sich massiv verändert, betonte die Athletin. Ein Vergleich mit ihren Anfangsjahren sei nicht mehr möglich. 2019 wurde sie noch WM-Zehnte, seither reichte es nicht mehr für die Top Ten. Im Vorjahr in Norwegen belegte sie im Zweikampf Rang 15.
Olympia 2028 mit nur acht Starterinnen
Noch härter als ein WM-Spitzenplatz wird die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles. Pro Gewichtsklasse dürfen dort nur noch acht Athletinnen starten – in Tokio 2021 waren es zwölf, in Paris 2024 noch zehn. „Für 2028 wird es noch schwieriger. Nur noch die Top acht, das ist so, als würden im 100-m-Sprint nur die Finalisten antreten, aber ich werde es wieder probieren“, so Fischer, die in Tokio Zehnte wurde.
Zwei weitere Österreicherinnen bereits im Einsatz
In der Klasse bis 61 kg waren bereits Veronika Honcharova (Platz 30) und Paula Zikowsky (Platz 33) für Österreich am Start. Bei den Männern ist das Land bei dieser WM nicht vertreten.
Quelle: APA
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