Flugrettung: Wien und NÖ rechnen nach Flugminuten ab

Mathias FischerMathias Fischer
Luftrettung in Niederösterreich und Wien: 80% Einsatzzeit in NÖ, 20% in Wien, Kosten nach Einsatz, Vereinbarung, 2028
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Ostregion stellt die Finanzierung der Flugrettung um. Wien und Niederösterreich haben eine neue Abrechnungsregelung für den Rettungshubschrauber „Christophorus 9“ vereinbart. Statt einer hälftigen Kostenteilung wird künftig nach tatsächlichen Flugminuten abgerechnet.

Die beiden Bundesländer Wien und Niederösterreich haben sich auf eine Neugestaltung der Kostenaufteilung für den Rettungshubschrauber geeinigt. Der in Wien stationierte „Christophorus 9“ wird ab 2028 nach Flugminuten abgerechnet. Bislang teilten sich die Länder die Kosten jeweils zur Hälfte.

Am Donnerstag stellten die niederösterreichische Gesundheitslandesrätin Eva Prischl (SPÖ), Finanzlandesrat Anton Kasser (ÖVP) und der Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) die neue Vereinbarung vor. Eine Evaluierung ergab, dass etwa 80 Prozent der Einsätze in Niederösterreich stattfinden, während nur rund 20 Prozent auf Wien entfallen. Nach sehr intensiven Gesprächen sei man zu einer Einigung gekommen, erklärte Hacker.

Fairere Kostenverteilung ab 2028

Prischl zeigte sich überzeugt, dass die Neuregelung für eine gerechtere Abgeltung sorgen werde. Die beiden Länder begleichen die Kosten künftig entsprechend der tatsächlich geflogenen Zeit. Der neue Abrechnungsmodus wird ab 2028 wirksam. Bis dahin gilt eine Übergangsregelung. Laut Landesrat Kasser wird Niederösterreich im kommenden Jahr zusätzlich 500.000 Euro beisteuern.

Der Wiener Rettungshubschrauber ist seit 2011 im Auftrag beider Bundesländer im Einsatz. Die Maschine und die Piloten stellt der ÖAMTC zur Verfügung. Die Flugretter und Notärzte kommen von der Wiener Berufsrettung beziehungsweise vom Wiener Gesundheitsverbund.

Quelle: APA

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