Flugzeug stürzt in Attersee – Wrack in 160 Meter Tiefe

Mona HopfingerMona Hopfinger
Flugzeugwrack am Grund eines 160 Meter tiefen Sees, ein Tauchroboter untersucht es.
© Mit KI (Gemini) generiert

Nach dem Absturz einer zweisitzigen Maschine in den Attersee haben Einsatzkräfte in 160 Meter Tiefe Wrackteile geortet. Das Flugzeug war am Vormittag kurz nach 11 Uhr abgestürzt und sofort gesunken, so der ORF.

Ein Anrainer oberhalb des Attersees bemerkte zunächst nur das Motorengeräusch der Maschine. Das Geräusch wurde immer lauter, wie der Mann schilderte. Als er ins Freie lief, sah er nur noch, wie etwas ins Wasser stürzte. „Dann hat es einen Klatsch gemacht“, beschrieb der Zeuge den Moment. Eine große Wasserfontäne sei zu sehen gewesen, vom Flugzeug selbst kaum noch etwas.

Ein Tourist aus den USA konnte den Absturz ebenfalls beobachten. Tristan Andlinger berichtete im Interview, er habe ein trudelndes Flugzeug mit aggressivem Motorengeräusch gehört. „Ich habe nach rechts gesehen und ein weißes Flugzeug blitzschnell kommen sehen, das spiralförmig nach unten gegangen und auf dem Wasser aufgeschlagen ist“, so der Augenzeuge. Die Maschine sei nach dem Aufprall sofort unter Wasser gewesen und schnell gesunken.

Großeinsatz auf dem See

Bereits wenige Minuten nach dem Unglück trafen die ersten Einsatzkräfte ein. Ein weiterer Anrainer hatte den Vorfall beobachtet und sofort Alarm geschlagen. Feuerwehr, Wasserrettung, Polizei, Rotes Kreuz und ein Rettungshubschrauber rückten aus. Zum Einsatz kamen auch Tauchroboter und Sonargeräte, während die Feuerwehr Ölsperren auf dem See errichtete. Ein Sonargerät ortete Gegenstände in größerer Tiefe, am Nachmittag schließlich Wrackteile in 160 Meter Tiefe. Die Bergung läuft nun an – sie könnte jedoch noch Tage dauern.

Maschine in Salzburg gestartet

Nach bisherigen Informationen war die zweisitzige Maschine von Salzburg aus gestartet. Die Plattform Flightradar24 zeigte, dass die Verbindung zum Flugzeug um 11.23 Uhr und 30 Sekunden ganz plötzlich abriss. Um welchen Flugzeugtyp es sich handelte, steht offiziell noch nicht fest – Flugaufzeichnungen sprechen aber für eine Tecnam P2002JF Sierra. Zeugen sahen, wie das Flugzeug schnell an Höhe verlor und dann in den Attersee stürzte. Noch weiß man nicht sicher, ob neben dem Piloten noch jemand mitflog. Die Feuerwehr schätzt, dass etwa 150 Liter Öl ins Wasser gelangten. Um den Treibstoff einzudämmen, setzten die Einsatzkräfte Sperren ein.

Quelle: https://ooe.orf.at/stories/3368586/

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