Flugzeugabsturz am Attersee: Gutachten soll Ursache klären

Nach dem tödlichen Absturz einer Schulmaschine im Attersee dauern die Ermittlungen an. Ein Flugexperte wurde mit einem Gutachten beauftragt, toxikologische Untersuchungen laufen noch, so die Staatsanwaltschaft Wels.
Die Staatsanwaltschaft Wels ermittelt weiterhin zur Absturzursache des Kleinflugzeugs, das vor rund eineinhalb Wochen im Attersee verunglückt ist. Wie Behördensprecher Christoph Weber bestätigte, sind die toxikologischen Untersuchungen noch nicht abgeschlossen. Sie werden voraussichtlich mehrere Wochen in Anspruch nehmen.
Ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung gegen unbekannte Täter wurde eingeleitet. Hinweise auf Fremdverschulden oder fahrlässiges Verhalten der Flugschule lägen derzeit nicht vor, so Weber gegenüber den „OÖN“.
Experte prüft Wartung der Maschine
Um die Unfallursache zu klären, wurde ein Flugexperte beauftragt, ein Gutachten zu erstellen. Dabei soll unter anderem geprüft werden, ob die Maschine ordnungsgemäß gewartet wurde.
Maschine stürzte kurz nach Start ab
Am Mittwoch der Vorwoche stürzte das Flugzeug gegen 11.25 Uhr im Bereich des Attersees ab. Rund eine halbe Stunde zuvor in Salzburg gestartet, ging die Maschine etwa 300 Meter vom Ufer entfernt im See nieder. Die Ursache für den plötzlichen Absturz bleibt weiterhin unklar.
Augenzeugen berichteten, die Maschine habe nach dem Start rasch an Höhe verloren. Laut Daten von Flightradar24 brach kurz danach der Kontakt zum Flugzeug ab. Die beiden Insassen aus Deutschland wurden nur noch tot geborgen.
Wrack aus 160 Metern Tiefe gehoben
Erst am Montag gelang die Bergung des Wracks aus rund 160 Metern Tiefe – deutlich schwieriger als zunächst angenommen. Ursprünglich hatten die Einsatzkräfte geplant, das Flugzeug bereits am Samstag aus dem Attersee zu holen, doch mehrere Versuche, mit Tauchrobotern eine Bergeleine am Wrack zu befestigen, scheiterten.
Letztlich brachten zwei Spezialtaucher in der Tiefe eine Bergeleine am Flugzeug an. Anschließend zog eine Winde das Wrack langsam an die Oberfläche, ein Kran hob es schließlich an Land. Im Einsatz standen Wasserrettung, Feuerwehr und Polizei.
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