Föhrenwald-Brand in Neunkirchen unter Kontrolle

In St. Egyden am Steinfeld ist am Mittwochabend ein Waldbrand unter Kontrolle gebracht worden. Rund 100 Hektar Föhrenwald waren betroffen, mehr als 550 Feuerwehrleute standen im Einsatz.
Ein Waldbrand im Föhrenwald in St. Egyden am Steinfeld (Bezirk Neunkirchen) hat am Mittwoch einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Am Abend gelang es, die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Wie Klaus Stebal vom Landeskommando mitteilte, waren etwa 100 Hektar betroffen. Umfangreiche Nachlöscharbeiten waren im Gange.
Mehr als 550 Feuerwehrmitglieder rückten aus, um gegen die Flammen zu kämpfen. Eine Rauchsäule war von weitem sichtbar. Neben den Bodenkräften kamen auch mehrere Hubschrauber und Drohnen zum Einsatz.
Höchste Alarmstufe ausgelöst
Der Wald- und Flurbrand war am Nachmittag ausgebrochen. Daraufhin wurde die höchste Alarmstufe (B4) ausgelöst und der Bezirksführungsstab eingerichtet. Insgesamt standen drei Hubschrauber des Innenministeriums, zwei des Bundesheeres und einer von Heli Austria im Einsatz. Auch die Sonderdienste Waldbrand und Flugdienst waren vor Ort.
Vegetationsbrand im Bezirk Gänserndorf
Parallel dazu bekämpften Einsatzkräfte am Mittwoch einen Vegetationsbrand im Bezirk Gänserndorf. Laut Bezirkskommando waren rund 15 Hektar betroffen. Das Feuer wütete im Raum Neusiedl an der Zaya, Palterndorf-Dobermannsdorf und Hausbrunn.
15 Feuerwehren mit etwa 30 Fahrzeugen und 130 Mitgliedern sowie die Waldbranddienstgruppe des Bezirks standen im Einsatz. Mit Hochdruck werde daran gearbeitet, eine weitere Ausbreitung zu verhindern, hieß es vom Bezirkskommando. Bei beiden Großbränden war das Rote Kreuz mit 40 Mitarbeitenden im Einsatz, wie Sprecherin Sonja Kellner mitteilte.
Landeshauptfrau warnt vor Waldbrandgefahr
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner zeigte sich besorgt: „Die zahlreichen Waldbrände im Land, aber vor allem der Großbrand im Föhrenwald, führen uns eindringlich vor Augen, wie ernst die aktuelle Trockenheit und wie hoch die Waldbrandgefahr in Niederösterreich derzeit ist“, teilte die ÖVP-Politikerin mit.
Mikl-Leitner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) bedankten sich in schriftlichen Statements bei den Einsatzkräften und riefen zu Vorsicht auf. „Jeder Funke kann aktuell verheerende Folgen haben“, warnte Mikl-Leitner. Pernkopf appellierte: „Achten wir gemeinsam darauf, weitere Brände zu vermeiden.“
Quelle: APA
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