Föhrenwald: Suche nach Kriegsmunition startet im Oktober

Nach zwei Großbränden im Sommer im Föhrenwald in St. Egyden am Steinfeld sollen Spezialisten des Bundesheeres und der Forstbehörde gezielt nach Gefahrenstellen mit Kriegsmunition suchen. Die Arbeiten beginnen noch heuer im Oktober.
Im Föhrenwald in St. Egyden am Steinfeld (Bezirk Neunkirchen) sollen noch im Oktober gezielte Untersuchungen nach Kriegsmunition-Gefahrenstellen beginnen. Das kündigte Bürgermeisterin Christa Tisch (Liste Gemeinsam für St. Egyden) gegenüber dem ORF Niederösterreich an. Spezialisten des Bundesheeres und der Forstbehörde werden die Arbeiten durchführen. Auf Grundlage der Ergebnisse sollen anschließend konkrete Maßnahmen entwickelt werden.
Hintergrund sind zwei Brände im August, die von Phosphor in Munitionsteilen ausgingen. Diese stammen von der gegen Ende des Zweiten Weltkriegs gesprengten „Pulverfabrik Föhrenwald“. Die Vorfälle lösten erneut Debatten aus, wie künftig mit den im Waldgebiet verteilten Munitionsresten umgegangen werden soll.
Eigentümer müssten Suche selbst beauftragen
Der Föhrenwald gehört zahlreichen Privatpersonen. Grundsätzlich müssten diese selbst eine Firma mit der Munitionssuche beauftragen. Der Entminungsdienst ist erst nach einem Fund für die Bergung zuständig.
Ziel der aktuellen Untersuchung ist es, Flächen mit besonderer Gefahr und hoher Konzentration an Munitionsresten am Boden zu identifizieren. „Das Bundesheer stellt mit dem Entminungsdienst gerne seine Expertise bei der Entschärfung gefundener Sprengkörper zur Verfügung. Für die Auffindung und flächendeckende Prüfung des Areals sind die lokalen Behörden zuständig“, teilte das Verteidigungsministerium am Mittwoch mit.
Ausmaß der Belastung noch unklar
Das konkrete Ausmaß der Belastung soll durch die Untersuchung festgestellt werden. „Sind es zehn oder 40 Hektar, wir haben keine Ahnung, wie groß, wie weitläufig das ist“, erklärte Tisch gegenüber dem ORF Niederösterreich. Mit diesem Wissen könnten dann gezielte Maßnahmen ausgearbeitet und die betroffenen Stellen überwacht werden.
Eine vollständige Entfernung der Munitionsreste im gesamten Wald ist nicht möglich. Das wurde nach einem Treffen am Dienstag zwischen Bezirkshauptmannschaft, Kampfmittelexperten des Bundesheeres und der Forstverwaltung unterstrichen.
Quelle: APA
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