Förderkreis 1669 feiert elften Geburtstag an Uni Innsbruck

Der Förderkreis 1669 beging am 7. Oktober 2026 sein elfjähriges Bestehen mit einer Feier in der Aula der Universität Innsbruck. Rektorin Veronika Sexl, Landeshauptmann Anton Mattle und Bürgermeister Johannes Anzengruber würdigten die Unterstützer, die seit 2015 insgesamt 4,1 Millionen Euro für Forschung und Lehre bereitgestellt haben.
In der Aula der Universität Innsbruck wurde am 7. Oktober 2026 der elfte Geburtstag des Förderkreises 1669 begangen. Neben Rektorin Veronika Sexl, Landeshauptmann Anton Mattle und Bürgermeister Johannes Anzengruber nahmen auch Mitglieder des Universitätsrats und des Rektorats an der Veranstaltung teil, um den Förderinnen und Förderern für ihre Unterstützung junger Talente sowie von Forschung und Lehre zu danken.
Philipp Unterholzner, der als Koordinator des Förderkreises durch das Programm führte, bedankte sich bei den Mitgliedern für deren Treue. Rektorin Sexl erläuterte die historische Bedeutung des Namens: 1669 hatte Kaiser Leopold I. den Haller Salzaufschlag zur Finanzierung einer Tiroler Landesuniversität bewilligt.
4,1 Millionen Euro seit Gründung
„Philanthropie ersetzt nicht die öffentliche Verantwortung für die Finanzierung von Wissenschaft und Bildung, aber sie schafft Freiräume“, betonte die Rektorin. Seit der Gründung im Jahr 2015 hat der Förderkreis 4,1 Millionen Euro an Spenden eingeworben und damit 150 Projekte ermöglicht.
Landeshauptmann Mattle hob die Bedeutung der 236 Privatpersonen und 115 Unternehmen hervor, die den Förderkreis tragen. Er unterstrich, dass dieser Lücken schließe, wo die öffentliche Hand nicht ausreiche. Bürgermeister Anzengruber bezeichnete Vertrauen als „unschätzbares Kapital“ und überreichte als Geburtstagsgeschenk ein Innsbrucker Schnapserl.
Neue Mitglieder und Gedenken
Zu den neu aufgenommenen Mitgliedern zählen die Handelskammer Bozen, die Manfred und Christa May-Stiftung sowie das Unternehmen Tyrolit. Auch mehrere Einzelpersonen traten bei, darunter Bundesminister a. D. Martin Kocher. Gedenkmoment galt verstorbenen Mitgliedern, unter ihnen Ehrenbürger Dietmar Bachmann.
Geförderte Projekte im Kurzformat
Erstmals präsentierten sich drei geförderte Projekte in 120-Sekunden-Pitches: Rudolf Röck stellte einen Prototyp zur Pulsationsminderung bei Spritzbetonpumpen für den Tunnelbau vor. Friederike Barkmann erläuterte ein KI-gestütztes Verfahren zur Erfassung der Verbuschung im Naturpark Karwendel. Lennart Ralfs präsentierte die Initiative INNklusion, die in der Innsbrucker Hofkirche ein tastbares Relief für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen geschaffen hat.
Impulsvortrag zu KI und Lehre
Im Impulsvortrag „Zwischen Lehre und KI“ zeigte der ORF-Wissenschaftsjournalist Günther Mayr ein vielschichtiges Bild der künstlichen Intelligenz. Melanie Bartos stellte ihn vor und moderierte. Mayr sprach über die Herausforderungen für Lehre und Forschung. Er ging auch auf die angespannte Budgetlage der Universitäten ein. Private Förderkreise seien ein wichtiges Signal an die Politik, wie viel der Gesellschaft Wissenschaft wert sei.
Sein Fazit: KI sei ein mächtiges Werkzeug. Man solle damit vorsichtig sein. Manchmal reiche es, einfach jemanden anzurufen. In der Diskussion mit dem Publikum sagte Rektorin Sexl, die Lehre brauche künftig wieder mehr Austausch von Mensch zu Mensch.
Geburtstagstorte und Ausblick
Zum Abschluss entzündeten Rektorin Sexl und Philipp Unterholzner mit Unterstützung der Vizerektorinnen und Vizrektoren die elf Kerzen auf der Geburtstagstorte. Beim Empfang im Foyer blieb Zeit für Gespräche und den Besuch der Projektstände. „Lassen Sie uns in diesem Sinne weiter Brücken in die Zukunft bauen“, so Unterholzner.
Der Förderkreis 1669 wurde 2015 gegründet und versteht sich als Schnittstelle zwischen Universität und Gesellschaft. Er unterstützt junge Talente, Forschung, Lehre und Projekte mit gesellschaftlicher Wirkung.
Quelle: https://www.uibk.ac.at/de/newsroom/2026/elf-jahre-forderkreis-1669
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