Forschungsschiff macht in Niederösterreich Station

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft tourt durch Niederösterreich und präsentiert interaktive Einblicke in die Medizin von morgen. Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf eröffneten die Tour in Krems.

Mit einer Ausstellung zum Thema „Medizin der Zukunft“ legt das Forschungsschiff MS Wissenschaft derzeit in Niederösterreich an. Die Schau zeigt, welchen Einfluss Forschung und neue Technologien auf die künftige Gesundheitsversorgung haben werden. Zur Eröffnung in Krems besuchten Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf die Ausstellung an Bord.

Pernkopf, zuständig für Wissenschaft in Niederösterreich, betonte die Bedeutung der Forschung für das Bundesland. Niederösterreich sei in diesem Bereich hervorragend aufgestellt, die Wissenschaftseinrichtungen würden täglich an Lösungen für künftige Herausforderungen arbeiten. Dass Beiträge aus dem Bundesland auf der MS Wissenschaft gezeigt werden, belege die Innovationskraft der heimischen Forscherinnen und Forscher sowie die Wichtigkeit lebendiger Wissenschaftskommunikation.

Holzleitner hob hervor, dass Wissenschaft für alle zugänglich sein müsse. Die MS Wissenschaft sei ein gelungenes Beispiel dafür, wie Menschen unkompliziert mit Forschung in Kontakt kommen können. Das Schiff verbinde Deutschland und Österreich und verdeutliche damit, wie wichtig Zusammenarbeit in der Wissenschaft sei. Forschung kenne keine Grenzen und lebe vom Austausch.

Interaktive Stationen laden zum Mitmachen ein

An rund 30 interaktiven Exponaten können Besucherinnen und Besucher selbst aktiv werden. Sie testen etwa Medikamente an einem künstlichen Organ, messen ihren Herzschlag mit einer Kamera oder tauchen virtuell in den Operationssaal der Zukunft ein. Drei Stationen befassen sich mit aktuellen Forschungsansätzen zu Demenz, Diabetes und Endometriose.

Zwei Exponate stammen heuer aus Niederösterreich. Das Exponat „Geschlechtersensible Medizin“ wurde von Prof.in Dr.in Birgit Pfaller Eiwegger und Prof.in Dr.in Julia Mascherbauer vom Universitätsklinikum St. Pölten und der Karl Landsteiner Privatuniversität konzipiert. Es erklärt, wie das sogenannte Gender Data Gap entsteht und wie Forschung dazu beiträgt, Diagnosen zu verbessern. Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden bei Frauen oft später erkannt als bei Männern, weil Symptome anders auftreten und Datenlücken bestehen.

Das Exponat „Mindful Thinking“ der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich zeigt, wie Achtsamkeit und Schlüsselkompetenzen wie Resilienz, Mut und Zusammenarbeit die mentale Gesundheit junger Menschen stärken können. Entwickelt wurde die Station von Prof.in Babette Lughammer und Prof.in Astrid Wittmann.

Drei Stationen in Niederösterreich

Das österreichische Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung sowie die Abteilung Wissenschaft und Forschung des Landes Niederösterreich ermöglichen heuer den Aufenthalt der MS Wissenschaft in Österreich.

In Niederösterreich macht das Schiff von 17. bis 19. September in Krems an der Donaustation Nr. 39 Halt, von 20. bis 22. September in Tulln (Donaustation Nr. 26) und von 23. bis 25. September in Korneuburg (Anleger „Donau“).

Der Eintritt ist frei. Führungen finden täglich um 17 Uhr statt, am Wochenende zusätzlich um 11 Uhr. Informationen und Anmeldung für Schulklassen unter noe.gv.at/ms-wissenschaft.

Quelle: OTS

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