FPÖ fordert Absage an Selbstbehalt beim Arztbesuch

Mona HopfingerMona Hopfinger
Strategiepapier und Geld liegen auf einem Tisch, daneben ein Caduceus-Symbol.
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Freiheitlichen bringen einen Dringlichkeitsantrag im Kärntner Landtag ein. Hintergrund sind Vorschläge der ÖGK-Arbeitgebervertretung, die einen Selbstbehalt beim Arztbesuch und das Ende der Wahlarzt-Kostenrückerstattung vorsehen.

Ein Strategiepapier der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) löst heftige Debatten aus. Die Arbeitgebervertretung der ÖGK schlägt darin vor, einen Selbstbehalt beim Arztbesuch einzuführen und die Rückerstattung von Wahlarztkosten zu streichen. Die FPÖ lehnt diese Pläne strikt ab.

Erwin Angerer, FPÖ-Klubobmann, übt scharfe Kritik an der Entwicklung der Versorgung: „Wartezeiten für Arzttermine werden immer länger, Gebühren laufend erhöht und unser Gesundheitssystem immer stärker belastet. Dass in dieser heiklen Situation ernsthaft noch über Selbstbehalte für alle Arztbesuche und die Streichung des Kostenersatzes für Wahlärzte nachgedacht wird, ist unsozial und unfair!“

Die Versicherten müssten mit einer immer schlechteren Versorgung zurechtkommen, so Angerer. Er stellt sich gegen eine Zwei-Klassen-Medizin. Aus Kärnten brauche es nun ein parteiübergreifendes Signal, dass weder bei Leistungen noch bei Ärzten oder Gesundheitspersonal gekürzt werden dürfe und die Patienten nicht erneut zur Kasse gebeten würden.

Systemreform statt Patientenbelastung

Christoph Staudacher, FPÖ-Gesundheitssprecher und 2. Landtagspräsident, wendet sich ebenfalls gegen weitere Kürzungen: „Sparen im System darf keinesfalls Sparen beim Patienten bedeuten. Wenn das Geld knapp wird, werden die Bürger von der rot-schwarz-pinken Regierung zur Kasse gebeten – diese Belastungspolitik muss endlich ein Ende haben!“

Die FPÖ stellt in der Landtagssitzung einen Dringlichkeitsantrag gegen Leistungskürzungen und zusätzliche Belastungen für Patienten. Sparmaßnahmen müssten beim System ansetzen, etwa durch eine Entflechtung der Finanzströme von Bund, Land und Gemeinden. Ein Systemwechsel sei dringend nötig, um die Gesundheitsversorgung nachhaltig zu sichern, so Staudacher.

Quelle: https://www.fpoe-ktn.at/reader-news/nein-zu-weiteren-belastungen-und-leistungskuerzungen-bei-den-patienten

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