FPÖ fordert Aufklärung bei Lagerhaus-Krise

Mathias FischerMathias Fischer
Untersuchung eines verfallenen Gebäudes mit Schild "Geschlossen" und Handschuhen
© Mit KI (Gemini) generiert

Der niederösterreichische FPÖ-Abgeordnete Peter Schmiedlechner verlangt eine lückenlose Aufarbeitung der drohenden Standortschließungen beim Lagerhaus. Management, Vorstand und Aufsichtsrat müssten Rechenschaft ablegen, bevor Mitarbeiter ihre Jobs verlieren.

Der niederösterreichische Nationalratsabgeordnete Peter Schmiedlechner (FPÖ) reagiert mit scharfer Kritik auf die drohenden Schließungen von Lagerhaus-Standorten. Es gehe nicht nur um Zahlen, sondern um Arbeitsplätze, Existenzen und Familien sowie um über Jahrzehnte gewachsene regionale Strukturen, betont der FPÖ-Agrarsprecher.

Schmiedlechner wirft der ÖVP vor, Regionalität nur als Wahlkampfslogan zu verwenden. Wer Regionalität predige, müsse auch dafür kämpfen, wenn es ernst werde. Er fordert eine umfassende Aufarbeitung der Vorgänge.

Verantwortung von Führungsgremien gefordert

Bevor Standorte geschlossen und Mitarbeiter entlassen werden, müsse geklärt werden, was auf Führungsebene passiert sei, so Schmiedlechner. Er will wissen, wo Management, Vorstand und Aufsichtsrat waren, wer wann über die Entwicklung Bescheid wusste und wer welche Entscheidungen getroffen hat. Auch die lange Liste regionaler Funktionäre nimmt er in die Pflicht.

Ein Aufsichtsratsposten sei kein Schmuckstück für die Visitenkarte und kein Versorgungsposten für Funktionäre, stellt der FPÖ-Politiker klar. Wer Verantwortung übernehme, müsse kontrollieren, hinterfragen und notfalls einschreiten.

Kritik an Netzwerken und Überschneidungen

Schmiedlechner spricht auch die vielen Überschneidungen im Umfeld von Bauernbund, Landwirtschaftskammer und genossenschaftlichen Strukturen an. Wenn überall dieselben Netzwerke säßen, dürfe am Ende nicht herauskommen, dass jeder zuständig war, aber plötzlich niemand etwas gewusst haben will. Die Mitarbeiter, Kunden und Mitglieder hätten ein Recht auf die Wahrheit.

Forderung nach fairem Sozialplan

Sollten trotz aller Bemühungen Arbeitsplätze tatsächlich nicht erhalten werden können, fordert Schmiedlechner einen umfassenden und fairen Sozialplan. Wer jahrelang von der Arbeit seiner Beschäftigten profitiert habe, dürfe diese Menschen jetzt nicht einfach vor die Tür setzen, so der Abgeordnete.

Quelle: OTS

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