FPÖ fordert Rücktritt von WKW-Vizepräsident Watz

Mona HopfingerMona Hopfinger
© Mit KI (Gemini) generiert

Nach Recherchen des Nachrichtenmagazins profil gerät der Vizepräsident der Wirtschaftskammer Wien, Mario Watz, wegen einer Direktvergabe und Millionenaufträgen rund um Schloss Hernstein unter Druck. Die Wiener FPÖ verlangt seinen Rücktritt.

Die Wirtschaftskammer Wien steht erneut im Zentrum von Vorwürfen. Wie das Magazin profil berichtet, erhielt die Watz & Partner GmbH im Oktober 2025 von einer kammernahen Gesellschaft einen Auftrag über 72.000 Euro im Wege einer Direktvergabe. Mario Watz, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Wien, war der einzige Bieter. Vom Abschluss des Vertrags bis zum angegebenen Termin der Erfüllung vergingen nur vier Tage.

Die Wirtschaftskammer sagt, die Leistung sei tatsächlich über mehrere Monate erbracht worden. Auch die Vergabe sei rechtlich korrekt abgelaufen. Der Wiener FPÖ-Wirtschaftssprecher Udo Guggenbichler sieht trotzdem Freunderlwirtschaft. Er verlangt, dass Watz zurücktritt.

Fragen zur Auftragsvergabe

„Ein einziger Bieter, 72.000 Euro und ein Auftrag an einen engen Vertrauten des damaligen Kammerpräsidenten, wenn das nicht nach billiger Freunderlwirtschaft stinkt“, so Guggenbichler. Er verlangt lückenlose Aufklärung darüber, wer den Auftrag genehmigte, welche Leistungen tatsächlich erbracht wurden und warum kein anderer Anbieter zum Zug kam.

Millionenvergaben trotz Bilanzverlust

Zusätzlich deckte profil Millionenvergaben rund um Schloss Hernstein auf. Die Hotelbetriebsgesellschaft weist einen Bilanzverlust von mittlerweile fast 10,5 Millionen Euro auf. Dennoch wurden 2025 Vergaben und Rahmenvereinbarungen der Schlossgesellschaften mit einem Gesamtvolumen von rund 8,5 Millionen Euro veröffentlicht.

Guggenbichler kritisiert, dass Millionen in ein dauerhaft defizitäres Prestigeobjekt gesteckt würden, während Wiener Unternehmer mit steigenden Kosten kämpften und ihre Pflichtbeiträge abliefern müssten. Gleichzeitig würden offenbar bestens vernetzte Funktionäre von lukrativen Aufträgen profitieren.

„Das alte System Ruck lebt trotz seines Rücktritts munter weiter. Dieser Sumpf gehört trockengelegt. Als nächstes muss Mario Watz zurücktreten“, so der freiheitliche Wirtschaftssprecher.

Quelle: https://www.fpoe-wien.at/newsdetailansicht/guggenbichler-dubioses-ruck-geschaeft-zwingt-wkw-vize-watz-jetzt-zum-ruecktritt

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