FPÖ fordert Stopp der 380-kV-Leitung in Kärnten

Mona HopfingerMona Hopfinger
Stromkosten: 380-kV-Leitungsmast über Kärnten, steigende Netzgebühren und Geld.
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Freiheitlichen verlangen einen Baustopp für die geplante Stromautobahn, bis die Netzkosten österreichweit vereinheitlicht sind. Klubobmann Erwin Angerer kritisiert die geplante Erhöhung der Netzgebühren um zehn Prozent.

Die FPÖ Kärnten fordert einen Stopp der geplanten 380-kV-Stromleitung durch das Bundesland. Voraussetzung für einen Weiterbau müsse die Vereinheitlichung der Strom-Netzkosten in ganz Österreich sein, so Klubobmann Erwin Angerer.

Hintergrund ist die angekündigte Erhöhung der Netzgebühren um zehn Prozent im kommenden Jahr. Kärnten habe bereits jetzt die höchsten Netzkosten österreichweit, kritisiert Angerer. Die Freiheitlichen würden seit 2019 im Landtag für eine Senkung und Vereinheitlichung kämpfen, die Landesregierung sei aber untätig geblieben.

Milliarden-Projekt als Kostentreiber

Angerer sieht in der geplanten Stromautobahn die Ursache für weitere Gebührenerhöhungen durch Kelag und KNG. Das Megaprojekt werde die Kosten massiv in die Höhe treiben, warnt der FPÖ-Politiker.

Eine Stellungnahme der Abteilung 8 des Amtes der Kärntner Landesregierung bemängelt, dass bei der Planung das sogenannte NOVA-Prinzip nicht ausreichend beachtet werde. Dieses Prinzip schreibt vor, dass eine Optimierung bestehender Netze einem Neubau vorzuziehen ist.

Eine Aufrüstung der vorhandenen Infrastruktur würde laut Stellungnahme rund 500 Millionen Euro kosten. Die neue Stromautobahn schlage hingegen mit 4,5 Milliarden Euro – dem Neunfachen – zu Buche, rechnet Angerer vor.

Auftrag an SPÖ-Fellner

Für ein Klärungsgespräch am Donnerstag, zu dem SPÖ-Fellner die Führungsspitzen von Kelag und KNG geladen hat, gibt Angerer einen konkreten Auftrag mit: Fellner solle die Verantwortlichen fragen, wann die nächsten Gebührenerhöhungen anstehen.

Klar sei, dass die Kärntner Bevölkerung und Unternehmen die Milliardenkosten direkt oder indirekt tragen müssten, so der FPÖ-Klubobmann. Die Benachteiligung Kärntens müsse endlich ein Ende haben.

Quelle: https://www.fpoe-ktn.at/reader-news/stopp-fuer-380-kv-stromautobahn-bis-zur-oesterreichweiten-vereinheitlichung-der-strom-netzkosten

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