FPÖ fordert Verlängerung der A3 bis zur Grenze

Die Freiheitlichen im Burgenland drängen auf den Ausbau der Südostautobahn bis nach Klingenbach. Klubobmann Christian Ries begründet die Forderung mit der gescheiterten Lkw-Maut und der Belastung durch Transitverkehr.
Die burgenländische FPÖ hat sich am Dienstag neuerlich für den Ausbau der Südostautobahn (A3) bis zur ungarischen Grenze ausgesprochen. Klubobmann Christian Ries argumentierte bei einer Pressekonferenz, dass Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) mit dem Ausbau des höherrangigen Straßennetzes Ernst machen müsse, wenn er den Transitverkehr tatsächlich verlagern wolle – die geplante Lkw-Maut sei mittlerweile gescheitert.
Ursprünglich hätten Österreich und Ungarn vereinbart, sowohl die M85 als auch die A3 bis zur Grenze bei Klingenbach im Bezirk Eisenstadt-Umgebung zu führen. Während die ungarische Autobahn bereits fertiggestellt sei, habe die Asfinag das österreichische Projekt 2021 im Rahmen einer Evaluierung des Bauprogramms gestrichen. Die Folge sei eine starke Belastung der B16 zwischen Wulkaprodersdorf und Klingenbach durch Schwerverkehr, erklärte Ries.
Studie zeigt mögliche Entlastung
Der Ausbau der Autobahn würde laut Ries Bundes-, Landes- und Gemeindestraßen sowie die Anrainerinnen und Anrainer entlasten. Eine Studie habe ergeben, dass durch den Lückenschluss täglich rund 15.200 Fahrzeuge von der B16 abgezogen werden könnten. Zudem würde die Umsetzung den Wirtschaftsstandort und die Arbeitsplätze in der Region positiv beeinflussen, so der Klubobmann.
Die FPÖ verlangt von der rot-grünen Landesregierung, sich erneut mit der A3-Verlängerung zu befassen. Konkret fordern die Freiheitlichen eine Verkehrsprognose, die Erarbeitung unterschiedlicher Trassen und Bauvarianten sowie eine Kostenschätzung und ein Finanzierungsmodell. Sobald diese Grundlagen vorliegen, soll die Bevölkerung in einer Volksbefragung über die Umsetzung entscheiden, betonte Landtagsabgeordneter Thomas Grandits. Ein entsprechender Dringlichkeitsantrag wird am kommenden Donnerstag im Landtag behandelt.
SPÖ verweist auf Gemeindeentscheidungen
SPÖ-Klubvorsitzender Robert Hergovich wies in einer Aussendung auf Beschlüsse in den betroffenen Gemeinden hin, die sich in der Vergangenheit gegen eine Verlängerung ausgesprochen hätten. „Die FPÖ stellt sich bei der A3 auf dieselbe Linie wie die ungarische Regierung. Wir stellen uns auf die Seite der burgenländischen Gemeinden und ihrer Bevölkerung“, so Hergovich.
Quelle: APA
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