FPÖ fordert volle Entschädigung für Dürreschäden

Pia ProdingerPia Prodinger
Freiheitliche und Unabhängige Bauernschaft: Neun Personen stehen hinter einem Tisch, im Hintergrund eine Leinwand mit Logo.
© fpoe-ktn.at

Die Freiheitlichen kritisieren das Hilfspaket für Kärntens Landwirte als unzureichend. Gleichzeitig tritt die Freiheitliche und Unabhängige Bauernschaft mit einer breiten Kandidatenliste zur Landwirtschaftskammerwahl an.

Erwin Angerer, Klubobmann der FPÖ Kärnten, übt scharfe Kritik am Umgang mit den Folgen der Dürre in Kärnten. Landeshauptmann Daniel Fellner lasse die Bauern im Stich, während Agrarreferent Martin Gruber ein unzureichendes Hilfspaket verteidige, so der Vorwurf.

Das aktuelle Paket setze hauptsächlich auf Kredite, Stundungen, Entlastungen bei der Sozialversicherung und eine erhöhte Versicherungsförderung. Eine tatsächliche Abgeltung der entstandenen Schäden sei nicht vorgesehen, bemängelt Angerer. Die Freiheitlichen hätten bereits 2023 eine vollständige Abgeltung der nicht versicherten Schäden aus dem Katastrophenfonds verlangt.

„Fellner muss endlich handeln, statt zu schweigen, und Gruber muss die Interessen der Kärntner Bauern vertreten, statt das Ergebnis aus Wien schönzureden“, wird Angerer in der Aussendung zitiert.

Kandidatur zur Landwirtschaftskammerwahl

Die Freiheitliche und Unabhängige Bauernschaft geht mit Spitzenkandidat Roman Linder, der auch Vizepräsident der Landwirtschaftskammer ist, in die Wahl. Das Team bestehe aus aktiven Landwirten mit unterschiedlichen Betriebsformen. Unter den ersten 15 Kandidaten befinden sich fünf Frauen. Mehr als 200 Unterstützer stehen hinter der Kandidatur.

Linder betont, dass die Bauern eine Interessenvertretung benötigen, die ihre Probleme kenne und klar anspreche. Zu den Zielen zählen der Schutz von Land- und Forstwirtschaft sowie Eigentum, der Abbau von Bürokratie, ehrliche Lebensmittelkennzeichnung und finanzielle Entlastung. Zudem setzt die Liste auf Unterstützung für Familien und Jungbauern, mehr Planungssicherheit sowie Fairness und Transparenz.

Beim Umweltschutz fordert Linder „Hausverstand statt immer neuer Vorschriften“. Die Liste wird heute offiziell eingereicht. In den kommenden Wochen sind Hofgespräche und Stammtische in ganz Kärnten geplant.

„Wir wollen das bestehende System aufbrechen und den Bauern wieder eine starke, unabhängige Stimme geben“, erklärt Linder.

Quelle: https://www.fpoe-ktn.at/reader-news/kaerntens-bauern-brauchen-endlich-eine-starke-stimme

Worüber spricht Klagenfurt morgen?

Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.

Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

austria.com auf Google bevorzugen.