FPÖ-Frühschoppen in Hartberg zieht 4.000 Besucher an

Mona HopfingerMona Hopfinger
Oktoberfest-Zelt mit vielen Gästen und Dekorationen in Wien
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Beim traditionellen Oktoberfest in Hartberg versammelten sich mehr als 4.000 Personen im Festzelt. Die FPÖ Steiermark feierte dabei auch ihr 70-jähriges Bestehen. Neben Landeshauptmann Mario Kunasek trat auch Bundesparteiobmann Herbert Kickl auf.

Das Festzelt beim Hartberger Oktoberfest war bis auf den letzten Platz gefüllt, als die FPÖ Steiermark ihr traditionelles Frühschoppen abhielt. Über 4.000 Besucher kamen zur Veranstaltung, bei der gleichzeitig das 70-jährige Bestehen der Landespartei gefeiert wurde. Für die musikalische Unterhaltung sorgten die Pagger Buam und die John Otti Band, moderiert wurde das Programm von Marlies Gasser.

Auf die Begrüßung durch den FPÖ-Bezirksparteiobmann von Hartberg-Fürstenfeld, LAbg. Luca Geistler, folgten Reden von Klubobmann und Landesparteisekretär LAbg. Marco Triller, Landeshauptmann Mario Kunasek sowie FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl.

Triller zieht Bilanz über Regierungsarbeit

Marco Triller zeigte sich vom Besucherandrang beeindruckt und sprach von einer Aufbruchstimmung im Land. Er zog Bilanz über die ersten knapp zwei Jahre freiheitlicher Regierungsbeteiligung in der Steiermark. Zu den genannten Maßnahmen zählen die Reform der Sozialunterstützung, der Erhalt aller steirischen Spitäler, die Abschaffung des IG-L-Hunderters, das Bettelverbot, der Heizkostenzuschuss, die Wohnunterstützung, die Reform der Asyl-Grundversorgung sowie Maßnahmen zur Deregulierung und Digitalisierung.

Triller betonte, dass die Konsolidierung des Landesbudgets eingeleitet worden sei: „Wir haben das Ende der ständig steigenden Neuverschuldung eingeläutet und dabei bei der Politik und in der Verwaltung gespart – und nicht bei den Menschen!“

Kritik übte der Klubobmann an der linken Opposition aus KPÖ, Grünen, NEOS und SPÖ. Diese hatte bei der jüngsten Landtagssitzung den Saal verlassen und sich der Debatte um ein Verbotsgesetz gegen den politischen Islam entzogen. Triller sprach von Arbeitsverweigerung und bekräftigte die Forderung nach Maßnahmen gegen den politischen Islam auch auf Bundesebene.

Mit Blick auf die zeitgleich in Wien stattfindende Beratung der SPÖ über die Zukunft ihres Parteivorsitzenden Andreas Babler forderte Triller, die Partei solle ihre Minister und Staatssekretäre aus der Regierung abziehen und den Weg für Neuwahlen freimachen.

Kunasek betont Arbeitsauftrag

Landeshauptmann Mario Kunasek bezeichnete den Wahlsieg 2024 als größten Erfolg in der 70-jährigen Geschichte der FPÖ Steiermark. Für die ÖVP sei er ein Erdbeben gewesen. An den Koalitionspartner richtete er die Botschaft: „Arbeiten, nicht streiten – keine Fouls und keine Rempelei um den besten Platz am Gruppenfoto.“

Kunasek würdigte sein Regierungsteam mit den Landesräten Claudia Holzer, Stefan Hermann und Hannes Amesbauer sowie den Landtagsklub unter Marco Triller. Unmissverständlich äußerte er sich zum politischen Islam und unterstrich, dass in Österreich Frau und Mann gleichberechtigt seien und die freiheitliche, aufgeklärte Werteordnung gelte.

Kickl fordert Systemwechsel

FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl sendete zu Beginn seiner Rede Grüße nach Wien an die ÖVP und die SPÖ. Zur Krisensitzung der Sozialdemokraten sagte er: „Liebe Sozialisten, Game over – das Spiel ist vorbei!“

Kickl zollte den Steirern Respekt für den Wechsel von Schwarz zu Blau und adelte Landeshauptmann Mario Kunasek als „blaue steirische Eiche“ sowie als Vorzeigeprojekt für alle freiheitlichen Landesgruppen.
Scharf ging der FPÖ-Chef mit der Bundesregierung ins Gericht: Sie habe Pensionen gekürzt, die Familienbeihilfe gestrichen und neue Gebühren eingeführt. Beim Asyl sei keine Trendwende in Sicht, die Folgen der Massenzuwanderung hätten seit 2015 rund 22 Milliarden Euro verschlungen – Geld, das bei Pensionisten, Bauern, Familien und Leistungsträgern fehle.
Für den Fall einer freiheitlich geführten Bundesregierung stellte Kickl ein Elterngehalt für Mütter in Aussicht, die ihre Kinder bis zum dritten Lebensjahr zu Hause betreuen. Es soll der Mindestsicherung entsprechen und österreichischen Staatsbürgern vorbehalten sein. Zu seinen weiteren Forderungen zählten der Pensionsantritt mit 65 Jahren beziehungsweise nach 45 Arbeitsjahren, ein radikaler Bürokratieabbau, die Festung Österreich und eine konsequente Neutralitätspolitik.

Kickl betonte, nur ein Systemwechsel könne das Land noch retten. Abschließend rief er zum Zusammenhalt auf: „Alles, was wir in unseren Köpfen und in unseren Herzen haben, das haben wir auch in unseren Händen. Es liegt nur an uns!“

Im Anschluss an die Reden sorgten die Schlagersängerin Adriana und die John Otti Band bis in die späten Nachmittagsstunden für Stimmung.

Quelle: https://www.fpoe-stmk.at/blog/detail/freiheitlicher-fruehschoppen-beim-traditionellen-hartberger-oktoberfest-bricht-alle-rekorde

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