FPÖ kritisiert 22 Geschäftsführerposten von WK-Direktorin

Mona HopfingerMona Hopfinger
Interessenskonflikte: Mann trägt 22, Gehaltspaket, Waage und Gebäude
© Mit KI (Gemini) generiert

Die neue kaufmännische Direktorin der Wirtschaftskammer Wien behält neben ihrer Funktion 22 Geschäftsführerposten in ausgelagerten Immobiliengesellschaften. FPÖ-Vertreter fordern Transparenz und sehen die Vereinbarkeit kritisch.

Die Bestellung der neuen kaufmännischen Direktorin der Wirtschaftskammer Wien sorgt bei der FPÖ für Kritik. Udo Guggenbichler, Wirtschaftssprecher der Freiheitlichen, und Gerald Zmuegg, Obmann der Freiheitlichen Wirtschaft, hinterfragen die Vereinbarkeit der neuen Spitzenfunktion mit den zahlreichen weiteren Posten der Direktorin.

Die aus dem Umfeld des früheren WK-Wien-Präsidenten Walter Ruck stammende Direktorin führt parallel zu ihrer neuen Aufgabe 22 Geschäftsführerpositionen in ausgelagerten Immobiliengesellschaften der Wirtschaftskammer weiter. „Wie soll man eine derart wichtige kaufmännische Führungsaufgabe seriös erfüllen, wenn gleichzeitig 22 Geschäftsführerpositionen weitergeführt werden?“, fragt Guggenbichler.

Forderung nach klaren Zuständigkeiten

Zmuegg sieht die Funktionshäufung als erklärungsbedürftig an. Unternehmer hätten Anspruch darauf zu erfahren, wie sich die Aufgaben vereinbaren lassen und wer für welche Entscheidungen zuständig sei. Besonders bei den ausgelagerten Immobiliengesellschaften seien transparente Strukturen und eindeutige Verantwortlichkeiten nötig.

Die beiden Freiheitlichen sehen auch die Gefahr von Interessenskonflikten. Wenn jemand gleichzeitig eine zentrale Position in der Wirtschaftskammer innehabe und in 22 Gesellschaften als Geschäftsführerin agiere, müssten die damit verbundenen Entscheidungs- und Kontrollbefugnisse klar offengelegt werden, so Guggenbichler.

Transparenz bei Vergütung gefordert

Offen bleibt laut den FPÖ-Vertretern auch die Frage nach dem Gehaltspaket. Da die Unternehmer die Wirtschaftskammer finanzieren, hätten sie ein Recht auf Transparenz. Es müsse offengelegt werden, wie die neue Funktion und die zahlreichen Geschäftsführerpositionen insgesamt vergütet werden.

Guggenbichler und Zmuegg fordern, dass die 22 Geschäftsführerposten zeitnah zurückgelegt werden. Wer eine derart zentrale kaufmännische Funktion übernehme, müsse sich darauf konzentrieren können. Gebraucht würden klare Verantwortlichkeiten statt einer Ansammlung von Mehrfachfunktionen.

Quelle: https://www.fpoe-wien.at/newsdetailansicht/guggenbichler-zmuegg-22-geschaeftsfuehrerposten-neben-neuer-wk-wien-spitzenfunktion-wie-ist-das-vereinbar-1

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