FPÖ kritisiert Debatte über Hitzetote scharf

Die Freiheitlichen werfen Regierungsparteien und Medien vor, bei Sterbezahlen selektiv vorzugehen. Während über angebliche Hitzetote berichtet werde, bleibe die Übersterblichkeit seit 2020 unbeantwortet, so die FPÖ.
Die FPÖ hat die Berichterstattung über mögliche Hitzetote im Juni 2026 scharf kritisiert. Der freiheitliche EU-Abgeordnete Gerald Hauser und die Nationalratsabgeordnete Katayun Pracher-Hilander bezeichneten die Meldungen als Propaganda und unsachlichen Umgang mit Statistiken. Sie warfen ÖVP, SPÖ, Grünen, Neos und Mainstream-Medien vor, bei Sterbezahlen selektiv vorzugehen.
Pracher-Hilander sprach von Heuchelei. Während aktuell spekuliert werde, dass rund 400 Menschen in Österreich durch Hitze gestorben sein könnten, werde der breiten Öffentlichkeit verschwiegen, dass seit 2020 zigtausende Menschen mehr gestorben seien als erwartet. Zu den möglichen Ursachen lese sie in den Mainstream-Medien nichts, so die Abgeordnete.
Übersterblichkeit seit 2020 im Fokus
Hauser erklärte, die Übersterblichkeit seit 2020 werde zwar mittlerweile mit der COVID-19-Pandemie in Verbindung gebracht. Damit ließen sich die erhöhten Sterbezahlen im Jahr 2020 erklären. Seit Ende 2020 seien jedoch rund drei Viertel der Bevölkerung geimpft worden. Über den „Elefanten im Raum“ werde nicht geredet, kritisierte der EU-Abgeordnete.
Nach Darstellung der Regierungsparteien, ihrer Experten und der Mainstream-Medien hätten die COVID-19-Impfungen die Pandemie gestoppt und zahllose Menschenleben gerettet. Die statistischen Zahlen aus Österreich gäben das aber nicht her, so Hauser. Im Gegenteil: 2021 und 2022 seien mehr Menschen gestorben als 2020, allein in diesen beiden Jahren fast 20.000 mehr als vor 2020. Die Sterbezahlen seien seitdem immer noch erhöht.
Verweis auf niederösterreichischen Evaluierungsbericht
Hauser verwies auf den Evaluierungsbericht des Landes Niederösterreich zur COVID-19-Pandemie. Daraus gehe klar hervor, dass rund drei Viertel der COVID-19-Toten und 94 Prozent aller COVID-19-Infektionen während der Pandemie in der Zeit auftraten, als 75 Prozent der Bevölkerung geimpft waren. Die COVID-19-Impfungen hätten die Pandemie nicht beendet, sie hätten sie faktisch angeheizt, so der EU-Abgeordnete. Die nach wie vor erhöhte Sterblichkeit deute darauf hin, dass die Nebenwirkungen der COVID-19-Impfungen wohl immer noch Opfer forderten.
Die Zahlen aus der EU seien vergleichbar, mit bemerkenswerten Details. Bulgarien habe die niedrigste Impfquote in der EU gehabt, nur knapp über 30 Prozent. Dort seien 2020 und 2021 ebenfalls mehr Menschen gestorben. Doch seit 2022 sei dort die Sterblichkeit deutlich rückläufig und geringer als vor 2020.
Forderung nach Aufarbeitung
Alle diese Zahlen erforderten endlich eine objektive politische und wissenschaftliche Aufarbeitung, forderte Hauser. Es könne nicht sein, dass die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) die Daten zu den Zulassungsstudien großteils geschwärzt veröffentliche und somit eine Aufarbeitung behindere. Ebenso könne es nicht sein, dass die EU die Untersuchung der Malversationen um die Impfstoffverträge nach wie vor unterdrücke, so der freiheitliche EU-Abgeordnete.
Quelle: OTS
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