FPÖ kritisiert Fridays-for-Future-Demo auf der A9

Freiheitliche Mandatare üben scharfe Kritik an einer für Freitag geplanten Fahrraddemonstration von Fridays for Future in Graz. Die Protestaktion soll Teile der Pyhrnautobahn betreffen und richtet sich gegen den geplanten Ausbau der A9.
Die freiheitlichen Abgeordneten Reinhold Maier (Nationalrat) und Robert Mörth (Landtag) reagieren mit deutlicher Ablehnung auf die angekündigte Demonstration von Fridays for Future am kommenden Freitag in Graz. Die Klimaaktivisten planen eine Fahrraddemonstration, die im Freitagnachmittagsverkehr Teile der Pyhrnautobahn A9 für ihre Protestaktion nutzen soll.
Die geplante Route beginnt am Grazer Hauptbahnhof, führt über die Triester Straße bis zur A9 bei Seiersberg und weiter zum Knoten Graz-Webling. Laut ÖAMTC sind umfangreiche Straßensperren möglich.
Vorwurf der Provokation gegen Pendler
Maier bezeichnet die Aktion als „völlig absurd“. Wenn tausende Steirer nach der Arbeitswoche nach Hause wollten, würden Aktivisten eine der wichtigsten Verkehrsadern lahmlegen. Wer glaube, Umweltschutz voranzubringen, indem Pendler im Stau stehen gelassen werden, lebe in einer Parallelwelt, so der Nationalabgeordnete. Es handle sich um eine bewusste Provokation zulasten jener Menschen, die arbeiten und den Wohlstand erwirtschaften.
Kritik am Protest gegen A9-Ausbau
Besonders kritisch bewerten die Freiheitlichen, dass sich die Demonstration ausdrücklich gegen den geplanten Ausbau der A9 richtet. Die Pyhrnautobahn sei als zentrale Nord-Süd-Verbindung von enormer Bedeutung für Pendler, Wirtschaft und Güterverkehr.
Mörth betont, die A9 sei keine Spielfläche für „ideologisch verblendeten Aktionismus“, sondern eine unverzichtbare Verkehrsader. Während zahlreiche Steirer täglich mit überlasteten Straßen zu kämpfen haben, wollten die Aktivisten den Ausbau einer unverzichtbaren Infrastruktur sabotieren. Wer zusätzliche Staus provoziere, leiste keinen Beitrag zum Umweltschutz, so der Landtagsabgeordnete.
Für Maier und Mörth ist es inakzeptabel, dass die Protestaktion ausgerechnet jene Menschen treffe, die auf funktionierende Verkehrsinfrastruktur angewiesen sind. Tausende Pendler sollten nicht die Zeche für eine politische Selbstinszenierung zahlen, mit der weder ein Beitrag zum Umweltschutz geleistet noch ein Verkehrsproblem gelöst werde. Die Interessen der arbeitenden Bevölkerung dürften bei derartigen Aktionen nicht unter die Räder kommen, so die Freiheitlichen abschließend.
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